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Symfonieorkest CONTINUO in der Genter Christus Koningkerk

W
· 3 Min. Lesezeit
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Symfonieorkest CONTINUO in der Genter Christus Koningkerk

Continuo ist der Name des Symphonieorchesters der Alumni und Mitarbeiter der UGent. Es steht neben dem Genter Universitätssymphonieorchester (GUSO), das hauptsächlich aus Studenten besteht. Obwohl die UGent zwar der größte Arbeitgeber in Gent ist, ist es rühmlich für die Universität, mehrere Orchester zu unterhalten, neben einem Chor und auch einem Harmonieorchester. Große Unternehmen, die ein Orchester von Mitarbeitern haben, sind selten. So gibt es in den Niederlanden das Philips Symphonieorchester mit seiner langen Tradition. Auf dem Programm von Continuo am 28. und 29. Januar in der Genter Christus Koningkerk stehen drei Orchesterwerke. Zunächst das "Vorspiel" aus Wagners Lohengrin, dann die Cantus Arcticus von Rautavaara und nach der Pause Der Schwanensee von Tschaikowsky.

Über die Zusammensetzung dieses Programms wurde beträchtlich nachgedacht, wie sich zeigt. Das Konzertpublikum ist vielleicht weniger mit der Musik von Einojuhani Rautavaara (1928-2016) vertraut, obwohl er nach Sibelius der bekannteste finnische Komponist ist. Sein Cantus Arcticus ist ein Konzert für Vögel und Orchester, inspiriert von den Vögeln aus dem hohen Norden.
Glücklicherweise gibt es einen Sprecher, der das Publikum willkommen heißt und das Programm erläutert. Es gibt übrigens kein gedrucktes Programm, sondern einen QR-Code zum Herunterladen. Kein Smartphone oder ein leerer Akku, ist kein Programm ...

Der Sprecher ist ein fröhlicher Mann, der mit der Vogelzählung beginnt, die aus diesem Wochenende das Flämische Vogelzählwochenende macht. Von den Vögeln in Ihrem Garten geht es zu den Vögeln von Rautavaara, die wir in seinem Cantus Arcticus hören, und weiter zu den Schwänen von Tschaikowsky. Und saß Lohengrin selbst nicht auf einem Schwan? Es ist klar, hier wurde nachgedacht.

Continuo ist ein Amateurorchester, das erst seit 2016 existiert. Wenn man die Coronazeit und entsprechende Schwierigkeiten berücksichtigt, eine kurze Zeit, um ein dauerhaftes Zusammenspiel und einen homogenen Klang aufzubauen. Anders als bei einem professionellen Orchester müssen Sie auch die Instrumentalisten finden und davon überzeugen, sich zu engagieren. Geiger oder Cellisten gibt es vielleicht genug bei Amateurmusikern, aber wo finden Sie bei den Alumni vier Hörner, zwei Fagotte oder eine Tuba?

Natürlich hat dieses Orchester nicht die Geschmeidigkeit und die fehlerlose Intonation eines Toporchesters, aber das Ergebnis war sehr respektabel. Es ist auch mutig und gewagt, mit dem ätherischen und zarten "Vorspiel" von Lohengrin zu beginnen. Tschaikowskys Schwanensee ist überbekanntes Repertoire, mit dem sich das Orchester bloßstellt. Unter der kundigen Leitung von Dirigent Kevin Hendrickx klingt es solide, obwohl die Streicher manchmal von den Bläsern übertönt werden. Das kann auch an der Akustik liegen. Mit dem flachen Holzplafond der Christus Koningkerk bildet der Raum einen großzügigen Resonanzkasten, in dem Blech und Schlagwerk manchmal etwas zu stark resonieren.

Rautavaara hat in seinem Cantus Arcticus viel davon komponiert, was zwischen den Orchesterklängen pfeifende Vögel sind. Nicht nur imitieren die Bläser die Vögel, es gibt auch ein Band mit echten Vogelgeräuschen in der Partitur. Mit dem Fortschreiten des Stücks hören wir nicht nur Pfeifen, Rautavaara erinnert uns daran, dass Vögel auch zwitschern, quaken, gurren und kreischen können. Vögel sind vogelfrei, halten sich nie an das Tempo des Dirigenten, also erklingt hier und da unerwartet eine Klarinette mit einem Quaken einer Ente oder eine Trompete mit dem Gekreische einer Elster. Es lebe das Vogelzählwochenende!

WER: Symphonieorchester CONTINUO u.l.v. Kevin Hendrickx

WAS: Der Schwanensee

MUSIK:


  • Richard Wagner - "Vorspiel" aus Lohengrin
  • Einojuhani Rautavaara - Cantus Arcticus
  • Pjotr Iljitsj Tschaikowsky - Suite aus 'Der Schwanensee'

WO: Christus Koningkerk (Gent)

WANN: Sonntag, 29. Januar 2023 um 16 Uhr

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