Für das Leuvener Universitätssymphonieorchester ist dieses Akademiejahr ein Festjahr. Sie feiern nicht nur einmal, sondern gleich zwei Jubiläen. Das Orchester besteht bereits 60 Jahre. Darüber hinaus feiern sie ihre silberne Hochzeit mit Dirigent Edmond Saverniers.
Gestern, am Donnerstag, 10. November, fand der Auftakt ihres Festjahres statt. Mit dem Programm Aus der neuen Welt verstand es das USO unter der Leitung von Edmond Saverniers das Publikum zu bezaubern. Passenderweise fand dieses festliche Ereignis in einem Saal statt, der nach dem Gründer des Orchesters benannt ist: die Aula Pieter De Somer. Es war ein Abend voller romantischer Musik und jubelnder Studenten.
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Die Mitglieder des Orchesters nahmen ihren Platz auf der Bühne unter lautem und enthusiastischem Applaus von Publikum, Familie und Mitstudenten ein. Viele von ihnen waren keine häufigen Hörer klassischer Musik, aber das USO ließ sie kosten, was das symphonische Repertoire alles zu bieten hat. Es war daher eine angenehme Überraschung, dass das USO den Abend mit einem weniger bekannten Werk eröffnete. Sie eröffneten mit Musik von Édouard Lalo (1823—1892), der Ouvertüre aus der Oper Le Roi d'Ys (1888). Auf einem Bett romantischer Streicher erklingt die zarte Melodie von Margared, der Königstochter, gespielt von der Klarinette. Danach spiegelt eine stürmische und turbulente Passage das Drama wider, das sich in der Oper entfalten wird, um schließlich in einem dynamischen Höhepunkt zu münden.
Für das zweite Werk des Abends wurde das USO von Tom De Beuckelaer begleitet. Dieser junge Pianist, der im letzten Jahr zum „Young Steinway Artist" gekürt wurde, verstand es, das Publikum mit seiner Interpretation des 3. Klavierkonzerts von Sergej Rachmaninov (1873—1943) mehr als nur zu bezaubern. Sein virtuoses Klavierspiel wurde nach Ende mit lautem Jubel des Publikums belohnt.
Nach einer kurzen Pause kehrten die Mitglieder des USO auf die Bühne zurück für das letzte Werk des Programms. Sie beendeten den Abend mit der 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt", Op. 95 (1893) des tschechischen Komponisten Antonín Dvořák (1841-1904). Zwischen dem ersten und dem zweiten Satz erinnerte Dirigent Edmond Saverniers noch einmal alle daran, dass ein Handy einen Flugzeugmodus hat, nachdem ein Telefonalarm im Saal losging. Aber dieses Missgeschick konnte das USO nicht aus dem Konzept bringen. Josefien Branson verstand es, das Solo für Altoboe innig zu gestalten. Auch das Scherzo brachten sie mit großem Enthusiasmus, während die beiden Fagottisten fröhlich mitswingten. Nach dem letzten Satz, der in Moll beginnt und in Dur endet, brach der Applaus erneut im Saal los. Darauf folgten — wie es der Tradition entspricht — noch zwei Zugaben, die das Publikum sicher zu würdigen wusste.
WAS: Aus der neuen Welt — Konzertreisen 2022
WER: Universitätssymphonieorchester u.L.v. Edmond Saverniers
WO: Aula Pieter De Somer, Leuven
WANN: 10. November 2022
das USO spielt dieses Programm noch einmal am 11. November 2022
© Malou Van den Heuvel © Malou Van den Heuvel © Malou Van den Heuvel © Malou Van den Heuvel © Malou Van den Heuvel © Malou Van den Heuvel