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Rezensionen

Crossroads - Ksenija Sidorova

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· 2 Min. Lesezeit
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Crossroads - Ksenija Sidorova

Die lettische Akkordeonistin Ksenija Sidorova (*1988) ist eine Größe auf ihrem Instrument, wie sie bereits früher mit dem unter anderem der Musik von Piazzolla gewidmeten Album Reflections, ebenfalls vom französischen Label Alpha veröffentlicht, bewies.

2016 unterzeichnete Sidorova einen Vertrag mit Deutsche Grammophon, das das Album Carmen hervorbrachte, aber soweit ich weiß, blieb es dabei. Es gab jedoch auf Champs Hill Records, einem hier kaum bekannten Label, noch die Alben Fairy Tales und Classical Accordeons. Wer diese Ausgaben kennt, wird wie ich über die vielen unterschiedlichen und hervorragend realisierten stilistischen Merkmale ihres Spiels erstaunt gewesen sein. Kurz gesagt, es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Sidorova auf vielen Märkten zu Hause ist. So erwies sich für sie der Schritt von Lettland nach Südamerika, zumindest in musikalischer Hinsicht, als nur gering.

Dass sich das Akkordeon einer wachsenden Beliebtheit erfreut, liegt sowohl am Instrument als auch an den Akkordeonisten und dem von ihnen gespielten Repertoire, meist Bearbeitungen wie auch aus diesem neuen Album hervorgeht. Akkordeonisten, die auf Top-Niveau agieren, darunter im eigenen Land Vincent van Amsterdam und außerhalb unserer Landesgrenzen Janne Valkeajoki (Finnland), Martynas Levickis (Litauen), Philippe Thuriot (Belgien) Richard Galliano (Frankreich) und João Barradas (Portugal). Sie haben an dieser (immer noch!) so besonderen Front den Ton angegeben und dazu gehört Sidorova sicherlich.

Das „Problem", das mit dem Akkordeon zusammenhängt, ist das leider ziemlich begrenzte Repertoire, aber da hilft die Bearbeitung. Hinzugefügt werden kann, dass dank dieser ausgezeichneten Akkordeonisten auch zeitgenössische Komponisten glücklicherweise zunehmend für das Instrument zu schreiben begonnen haben.

Crossroads fällt sicherlich in diese Kategorie, in der Bach nach Sidorova für die übrigen vertretenen Komponisten eine wichtige Inspirationsquelle ist (für wen nicht, möchte ich hinzufügen). Querbindungen genug also, in Interpretationen, die nichts zu wünschen übrig lassen. Wobei es sicherlich eine Rolle gespielt haben wird, dass Sidorova, zurück in ihrer Heimatstadt Riga, für diese Aufnahme mit alten Freunden zusammenarbeiten konnte, darunter Dirigent Normunds Sne, den sie bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten kennt und der im klassischen, romantischen und neuen Repertoire weiß, wie man den untersten musikalischen Stein nach oben kehrt. Gleichgesinnte also, wie sich aus diesen begeisterten Aufführungen ergibt.

Details

Wer
Ksenija Sidorova (accordeon), Sinfonietta Riga o.l.v. Normunds Sne

Besprochene CD

Crossroads

Ksenija Sidorova, Sinfonietta Riga, Normunds Sne

Label
Alpha · ALPHA1090
Erscheinungsdatum
17 Oktober 2024
Anhören Deezer
Vollständige Angaben →

Titelliste

  1. 1 Concerto in D minor, BWV 1052: I. Allegro
  2. 2 Concerto in D minor, BWV 1052: II. Adagio
  3. 3 Concerto in D minor, BWV 1052: III. Allegro
  4. 4 Sketch III
  5. 5 Chaconne: I.
  6. 6 Chaconne: II.
  7. 7 Chaconne: III.
  8. 8 Chaconne: IV.
  9. 9 Chaconne: V.
  10. 10 Ich Ruf Zu Dir, Herr Jesu Christ, BWV 639
  11. 11 The Quest: II. Horizons
  12. 12 Beyond Bach
Tags cd
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