Zum Inhalt springen
Dit is een volledig nieuwe website, vond u een bug, stuur ons een email op bestuur@klassiek-centraal.be
Automatisch übersetzt · Original
Rezensionen

'Buzzing': das fesselnde Leben der Bienen

V
· 5 Min. Lesezeit
Diesen Artikel teilen
'Buzzing': das fesselnde Leben der Bienen

Seit einigen Jahren arbeiten das Symfonieorkest Vlaanderen und die Herren von Die Verdammte Spielerei im Januar zusammen an einem lebendigen Familienevent: witzig, spielerisch und doch auch pädagogisch. Klassische Musik vermischt mit einem Hauch von Verrücktheit. Diesmal dreht sich alles um das faszinierende Leben der Bienen.

Der Klimawandel ist ein wichtiger Teil dessen, was wir als globalen Wandel bezeichnen. Der unbeabsichtigte Einfluss der Menschheit reicht weit. Denken Sie an die kombinierte Wirkung von Verstädterung, Zerstückelung von Naturgebieten, Umweltverschmutzung, exotische Schädlinge usw. Die Vielfalt des Lebens – die Biodiversität – erleidet einen erheblichen Schlag. Und dies bleibt nicht ohne Folgen auch für die Bienenpopulation. Die drängende Frage: Gibt es noch Hoffnung auf Harmonie zwischen der Welt der Menschen und der Natur? Ein junges Publikum hat sicherlich Interesse daran.

Stefaan De Winter, das führende Gesicht von Die Verdammte Spielerei, erdachte ein Gesamtkonzept. Um das jugendliche Treiben etwas zu zügeln, werden die Kinder bereits in den Gängen von deSingel in die Welt der Bienen eingetaucht: Es gibt Bienenkörbe, Waben, Imkerutensilien usw. Die Kinder erhielten eine Hausaufgabe: Blumen aus Krepppapier basteln. Das sorgt im Saal für ein farbenfrohen Blütenüberfluss. Ein Festmahl für Honigbienen.

Kinder, Eltern und Großeltern können sich in einem diffus beleuchteten Saal ihren Platz suchen. Die Streicher gehen durch den Saal und imitieren das Summen der Bienen. Stefaan De Winter als Imker betont die Zusammenarbeit in der Bienenwelt. Genau wie ein Sinfonieorchester zusammenarbeitet, um Trost und Schönheit zu schaffen. Er transponiert den Bienenstock in den Konzertsaal. Der Bienenstock beherbergt ein sinfonisches Orchester in gelbem T-Shirt, 4 Szzaxophone, 1 Königin (der Dirigent). Seine Kollegen von Die Verdammte Spielerei, in ihrer obligatorischen weißen Jacke und mit gelbem Helm, verkörpern eine Biene, eine Wespe, eine Drohne, eine Asiatische Hornisse und eine Hummel. Jede mit ihrem spezifischen Verhalten. Selbstverständlich sorgt dieser visuelle Aspekt für Heiterkeit.

Die Geschichte beginnt im Winter. Die Honigbienen sitzen in den Wintermonaten zu Tausenden wie ein Ball zusammengedrängt in einem Kasten. Die wichtigste Aufgabe ist es, das Nest warm zu halten, um den Winter zu überstehen. Musik von Beethoven erklingt. Dann wird es Frühling und das Orchester spielt das Erwachen der Natur in den Tönen des Zweiten Blumenwalzzz von Pjotr Iljitsj Tsjaikovski. Es folgen kurze Fragmente von Richard Wagner und Richard Strauss. Jung und Alt hören die Geschichte vom Lebenszyklus der Königin, ihrer Aufgabe, der Arbeit der weiblichen Bienen und der männlichen Drohnen. Passenderweise wird, mit der gebotenen Würde des Imkers, „God zzzave the queen" von G.F. Händel zum Vortrag gebracht. Die Szene füllt sich mit Blumen. Alles wird anschaulich dargestellt. Der visuelle Aspekt ist minimal und lässt viel der Fantasie überlassen. Die Musik herrscht subtil und erfindungsreich vor und vermittelt Eifer, Freude und Trauer mit „Azzzes Tod" von Edvard Grieg und „Lacrimozzza" von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Ganze bleibt transparent. Durch einen reichhaltigen Wechsel von Melodie und Rhythmik ist der Spannungsbogen hoch. Die Magie der Musik. Große und Kleine sitzen fasziniert zu. Ein junges Publikum, das sich für klassische Musik öffnet. Im Vortrag des Imkers gibt es Interaktion mit dem Publikum, oft mit Understatement und einem Augenzwinkern für das ältere Publikum. Das intime Spiel des Imkers Stefaan De Winter zieht die Aufmerksamkeit auf sich und führt den Gedanken hinaus in weitläufige Landschaften. Poesie und Humor sind nie weit entfernt, aber auch die kritische Note fehlt nicht. Applaudieren ist nicht erlaubt, nur mit Summen machst du Bienen glücklich und zeigst deine Wertschätzung.

Zum Ende hin bringt der Erzähler den ganzen Saal zum Singen. Die Hummel möchte nach Spanien ausweichen, weil es dort immer schön warm ist. Mit seiner vollen Baryton hebt er „E viva Espana" an und lädt das Publikum ein, den Refrain mitzusingen. Zusammenarbeit ist sehr wichtig. Die Kinder dürfen ihre selbstgemachten Blumen zur Königin bringen. Ein riesiger Strom von Kommen und Gehen. Das Publikum wird eingeladen, „We all stand together" von Paul Mc Cartney mitzusummen und als Höhepunkt noch ein Lied von Stromae. Die Gruppe als Ganzes musiziert, singt, erforscht und jubelt. Alle Konventionen werden über Bord geworfen. Das Handwerk und die Spielfreude strahlen davon ab. Ihre ansteckende Dynamik, der unbezähmbare Drang, mitzusingen und zu summen und die Arme in die Luft zu werfen, gibt den Ton an. Ein Familienevent, das euphorisch macht. Der sonst so friedliche Konzertsaal von deSingel explodiert förmlich vor Begeisterung. Jung und Alt johlen und jubeln… eine Standing Ovation, die kein Ende nimmt. Symfonieorkest Vlaanderen & Die Verdammte Spielerei… verpassen Sie sie nächstes Jahr nicht!

„Buzzing", das sowohl bei der Pop-Jugend als auch bei einem klassischen Publikum ankommt. Lebenselixir und Nektar der reinsten Art.


  • WAS: Familienkonzert „Buzzing"
  • WO & WANN: deSingel Antwerpen, Sonntag 14. Januar 2024
  • WER: Symfonieorkest Vlaanderen, Dirigent Kevin Hendrickx
  • SPIEL: Die Verdammte Spielerei
  • KONZEPT: Stefaan De Winter
  • MUSIK: Jelle Tassyns
  • REGIE: Mareille Lebohm
  • TEXT: Idee und Regie: Herwig Deweerdt
  • FOTOS: © Bjorn Comhaire
Diesen Artikel teilen
DE