Vierter Halbfinaltag - Abend
Anna Meipariani
Programm
Leopold Hofmann – Concerto in D Badley D3
Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, dir. Vahan Mardirossian
Die gerade 19-jährige Anna Meipariani bestätigt die Qualitäten, die sie bereits während des Rezitals gezeigt hat, und verschmilzt vollständig mit ihrem Instrument. Unerwartet erklang plötzlich ihre eigene Stimme wie die Musik der Sphären und gesellte sich für Sekunden zur Cellostimme. Mit ihrer charismatischen Ausstrahlung sorgte sie erneut für großes Aufsehen, diesmal mit einem Konzert, das eine echte Herausforderung bleibt, nicht zuletzt wegen der hohen Tessitura. Sie nähert sich diesem klassischen Werk mit unglaublicher künstlerischer Reife. Wird sie Finalistin?
Programm
Anton Kraft - Concerto in C op. 4
Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, dir. Vahan Mardirossian
Alvaro Lozano Cames, der Durchhaltevermögen und Beständigkeit bewies, zeigte beim klassischen Konzert meisterhafte Technik und hervorragendes künstlerisches Talent und faszinierte uns erneut. Er und sein charaktervolles Cello, an dem er sichtlich sehr hängt, hinterlassen zweifellos einen unvergesslichen Eindruck, aber wird dieser junge begabte Musiker – der sich erneut bewährt – das Erbe-Instrument von Pablo Casals erhalten, das dem Erstplatzierten versprochen ist?
Programm
Claude Debussy - Sonate in d
Harold Noben – Caffeine
Alfred Schnitke - Sonate Nr. 1 op. 129
Maria Zaitseva Sr, Klavierbegleitung
Die Interpretation der gewählten Stücke trägt ihre persönliche Handschrift. Sie zeugt von derselben Ausdruckskraft und bestätigt alle Qualitäten, die sie bereits gezeigt hat. Diesmal fällt eine Verbesserung in ihrer Bühnenpräsentation auf, wahrscheinlich dank der Unterstützung, die sie dadurch erhält, dass ihre Mutter sie am Klavier begleitet. Sie würdigt indirekt eine Tradition, die eine zugrunde liegende Basis der Stabilität bildet und so einen Ausgangspunkt schafft, von dem aus sie sich dem Repertoire nähert.
Programm
Zoltan Kodaly - Capriccio per violoncello solo
Harold Noben – Caffeine
Francis Poulenc - Sonate für Cello und Klavier FP 143
Katsura Mizumoto, Klavierbegleitung
Isaac Lottman schwebte erneut auf Wolken während seiner Celloreise durch das Rezital. Mit der freien und festen Form des Capriccio, das zur Förderung der Celltotechnik erdacht wurde, mit dem vorgeschriebenen Testwerk Caféine und mit der weniger bekannten Sonate von Poulenc, in der Echos des 17. und 18. Jahrhunderts erklingen, übersteigt der Musiker Zeit und Ort der Aufführung und schwebt weg zu einer geheimnisvollen Quelle, wo er Reserven findet, die unendlich und unerschöpflich wirken.


