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Klassik Zentral

Arvo Pärt: Sinfonien Nr.1-4

Aufführende:

  • Island-Symphonieorchester

  • Eva Ollikainen

Etikett:

  • Chandos
  • Erscheinungsdatum:  17/04/2026

Erhältlich bei

Die vier Sinfonien von Arvo Pärt entstanden über einen Zeitraum von fünfundvierzig Jahren und haben wenig oder nichts miteinander gemeinsam – vier eigenständige Werke, die Pärts Schaffen in verschiedenen Phasen seiner kreativen Laufbahn repräsentieren. Die Erste Sinfonie wurde 1963 komponiert, kurz nachdem Pärt sein Studium am Konservatorium von Tallinn abgeschlossen hatte. Die zweiteilige Struktur erinnert an den Barock – Kanons und Präludium und Fuge –, doch die harmonische Sprache ist äußerst progressiv und zeigt deutliche Spuren der Zwölftontechnik. Die Zweite Sinfonie von 1966 in drei Sätzen verbindet wiederum Serialismus mit Texturen, die an Penderecki und die Polnische Schule erinnern. Die Dritte Sinfonie (1971), ebenfalls in drei Sätzen, spiegelt die Zeit wider, die Pärt Ende der 1960er Jahre mit dem Studium mittelalterlicher Gesänge und Musik verbrachte. Die Sinfonie Nr. 4 „Los Angeles" wurde viel später komponiert (2007–2008) und ist stilistisch unmittelbar von sakraler Musik inspiriert. Pärt modellierte sie nach zwei großen Litaneien der Orthodoxen Kirche: dem Bußkanon und dem Kanon zum Heiligen Schutzengel. Dieses letzte Werk, das ungewöhnlich für Streicher, Harfe, Pauken und Schlagwerk gesetzt ist, gliedert sich ebenfalls in drei Sätze.

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