Zum Inhalt springen
Dit is een volledig nieuwe website, vond u een bug, stuur ons een email op bestuur@klassiek-centraal.be
Automatisch übersetzt · Original
Rezensionen

Wien, Wien, nur du allein...

A
· 4 Min. Lesezeit
Diesen Artikel teilen
Wien, Wien, nur du allein...

Es wurde wieder Frühling in Wien. Auch in dem, was Moderator Klarinettist Matthias Schorn mit Charme "die Mecheler Staatsoper" nannte. Und ja, es standen Frühjahrsblüten auf der Bühne. Und im Hintergrund prangte zunächst das Musikverein, dann der Goldene Saal. Eine schöne Anspielung auf Architekt Theophil von Hansen (1813-1891), nach dem sich das Ensemble benannte.

Der Saal war trotz erbitterter Konkurrenz aus der Sportwelt gerammelt voll. Auch Schöffe Kristof Calvo und Mag. Gerhard Jagersberger, Kulturattaché Österreichs bei der EU, wollten die 40 erfolgreichen Jahre mitfeiern.

Topstars


Zum zweiten Mal seit 2024 musizierten hier die drei Damen und sechs Herren des Theophil Ensemble Wien u.L.v. Matthias Schorn. Cellistin Maria Grün hörten wir schon mehr als einmal in Mechelen als Mitglied des Lissy Quartett und auch auf den unvergleichlichen CDs mit Musik von Mayseder. Neben Engagements bei dem Orchester der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker, die sie nach Amerika und China brachten, leitet Maria Grün die Begabtenklasse an der Musikuniversität Wien. Valerie Schatz brachte es vom Hackbrett und der Harfe zum Kontrabass. Im März 2021 wurde sie nach erfolgreichem Vorspiel als erste weibliche Kontrabassistin der Wiener Philharmoniker angestellt.

Ganz vorne an der Spitze der Bläsergruppe spielte sich die energische Flötistin Birgit Ramsl in den Fokus. Sie ist Soloflötistin der Wiener Volksoper und häuft erste Preise und Teilnahmen bei berühmten Orchestern, Kammermusikensembles und Festivals bis nach Seoul, Tokio und Shanghai an. Bei den Herren bildeten die erste, zweite Violine und die Bratsche einen zusammenhängenden harmonischen Block. Erster Violinist Kirill Kobantschenko, Schüler des berühmten Boris Kuschmir, verbindet seine Kammermusiktätigkeit mit seiner Rolle bei den Ersten Violinen nacheinander der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker. Bei diesen Orchestern ist Zweiter Violinist Georg Wimmer regelmäßig Substitut.

Und dann war da die ruhige Ausstrahlung und der engagierte Einsatz des Bratschers Robert Bauerstatter, ein willkommener Gast bei Servus und 'Amazing Haydn'. Vielleicht sehen Sie ihn am Neujahrstag im Fernsehen als Anführer der Bratchensection der Wiener Philharmoniker. Oder zusammen mit dem Anführer der Zweiten Violinen dieses weltberühmten Orchesters, Raimund Lissy, auf dem Cover der Gramola-CDs mit Kammermusik des hochgelobten Wiener Komponisten Joseph Mayseder. Er ist auch Mitbegründer des Theophil Ensemble.

Ihnen gegenüber wetteiferten drei Bläser in Spielfreude und Virtuosität. Fagottist Johannes Kafka, mit seinem warmen, flexiblen Klang, ist festes Mitglied des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper. Josef Reif ist Solohorner bei der Wiener Philharmoniker. Er steckt hinter den gelungenen Arrangements im Repertorium. Klarinettist, Leiter und Moderator Matthias Schorn ist ein äußerst vielseitiger musikalischer Tausendsassa. Als Soloklarinettist der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker arbeitet er ständig mit den besten Dirigenten, Solisten und Sängern zusammen. Zwei davon eroberten die Mecheler Herzen. Theresa Grabner, von allen Opernarien bewandert und in Mechelen nicht unbekannt, als eine lustige 'Christel von der Post' und als eine zaudernde Zerlina. Ihr Gegenüber war Bariton Michael Havlicek. War es eine Überdosis 'Carmen', mit der uns die klassischen Radiostationen heimsuchen, oder war es meine Überempfindlichkeit gegenüber allem Stierkampfbezüglichen, aber als 'Toreador' konnte er mich nicht mitnehmen. Im deutschen Repertorium stieg er bei jedem Auftritt in meiner Achtung.

Faszinierendes Programm


Freilich gab es die beliebten Mitsing-Stücke. Aber auch Hellmesberger, Ziehrer, Zeller und Rudolf Sieczynski. Rudolf wer? Der Rudolf, der Text und Musik schrieb für vielleicht die berühmteste Ode an Wien: 'Wien, du Stadt meiner Träume'. Es war das Opus 1 eines in Wien geborenen Polen, Sohn einer Klavierlehrerin, als Jurist an der Wiener Universität graduiert, Beamter, Autor und Vorsitzender des Österreichischen Komponistenbundes. Und ausgerechnet dieser Naturtalent ist das unverständlichste Beispiel für die Diskrepanz zwischen dem, was die Musikgeschichte vergisst und verehrt: ein bedeutungsloser Name und ein absoluter Hit, den das Publikum auf Einladung von Michael Havlicek nur allzu gerne mitgesummt hat.

Keine Radetzki-Marsch als Zugabe. Zum Glück nicht. Aber das pfiffige Peppi-Josef Duett 'Guten Morgen', das in 'Wien, Wien, nur du allein' ausläuft.

Feier


40 Jahre Servus wird offiziell am Samstag, 27. und Sonntag, 28. Juni mit einem Festprogramm gefeiert. Dieses umfasst am Samstag eine Weinverkostung und ein Jubiläumskonzert. Am Sonntag geht es um 10.30 Uhr zum Sint-Romboutskathedraal und von 12 bis 17 Uhr kann man 'Frūhschoppen' im Kultururzentrum genießen.

Details

Wer
Theophil Ensemble Wien o.l.v.Matthias Schorn
Wo
Stadsschouwburg, Mechelen
Gesehen am
12 April 2026
Tags concert
Diesen Artikel teilen
DE