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Els Biesemans zu Hause in Amuz und 'Zu Hause bei Robert & Clara Schumann'

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Els Biesemans zu Hause in Amuz und 'Zu Hause bei Robert & Clara Schumann'

Samstagabend 23. März 2024 wird AMUZ von Els Biesemans in die volle Romantik des Klaviers eingetaucht. Sie macht daraus an diesem Abend das Zuhause von Robert und Clara Schumann.

Das Programm, das Els zusammengestellt hat, ist vom "Davidsbund" inspiriert, den Schumann ins Leben rief - eine Gruppe von Gleichgesinnten, bestehend aus lebenden, aber auch bereits verstorbenen Komponisten, die gegen die "Philister" kämpfte.

Schumann gründete 1834 die Zeitschrift "Neue Zeitschrift für Musik", die bis heute existiert. Er schrieb zahlreiche Artikel über Musik, oft unter verschiedenen Pseudonymen. Auch anderen Autoren gab er andere Namen, wie "Jeanquirit", Pseudonym für Stephen Heller, ein von ihm geschätzter Komponist und eine Art ausländischer Korrespondent aus Paris. Neben vielen Etüden für Klavier komponierte er auch virtuose Musik, wie diese Fantasie über ein Thema von Schubert. Für Mendelssohn empfand Schumann große Bewunderung und innige Freundschaft. Und natürlich war Clara eine Konstante in seinem Leben. Die Davidsbündlertänze basieren auf einem musikalischen Motto einer Mazurka von ihr, die auch in das Programm erklingt.


  • Franz Schubert (1797-1828)

Impromptu B-Dur, op. 142 Nr. 3

  • Stephen Heller (1813-1888), alias "Jeanquirit"

Caprice brillant über "Wohin" von Franz Schubert, op. 33 Nr. 1

  • Clara Schumann (1819-1896) alias "Chiarina"

Romanze in g op. 21 Nr. 3

  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1810-1847) alias "Felix Meritis"

Variations sérieuses, op. 54

  • Clara Schumann (1819-1896)

Mazurka aus Soirées musicales, op. 6

  • Robert Schumann (1810-1856) alias "Florestan" und "Eusebius"

Davidsbündlertänze, op. 6

Ein Wort über die programmierten Werke

Die Davidsbündlertänze (später "Davidsbündler" genannt) sind achtzehn Stücke für Klavier, die 1837 von Robert Schumann komponiert wurden, der sie nach seinem erfundenen Musikverein Davidsbündler benannte.

Robert Schumanns frühe Klavierwerke wurden erheblich durch seine Beziehung zu Clara Wieck beeinflusst. Am 5. September 1839 schrieb Schumann an seinen ehemaligen Professor: "Sie war praktisch meine einzige Motivation für das Schreiben der Davidsbündlertänze, des Konzerts, der Sonate und der 'Noveletten'. Sie sind ein Ausdruck seiner leidenschaftlichen Liebe, Ängste, Sehnsüchte, Visionen, Träume und Fantasien.

Das Thema der Davidsbündlertänze basiert auf einer Mazurka von Clara Wieck. Die intimen Charakterstücke sind sein persönlichstes Werk. 1838 erzählte Schumann Clara, dass die Tänze "viele Ehebettreden" enthalten und dass "die Geschichte ein ganzes Polterabend ist". Er schrieb ihr auch, dass er beim Komponieren noch nie so glücklich gewesen war.

Die Stücke sind musikalische Dialoge zwischen Schumanns Charakteren Florestan und Eusebius. Sie vertreten beziehungsweise die stürmische und die lyrische, poetische Seite von Schumanns Natur. Jedes Stück ist einem von ihnen oder beiden zugeordnet. Ihre Namen folgen auf das erste Stück und die passenden Initialen folgen auf jedem der anderen Stücke, mit Ausnahme des sechzehnten (das direkt in das siebzehnte übergeht, dessen Zuordnung für beide gilt) und des neunten und achtzehnten, denen jeweils die folgenden Bemerkungen vorangehen: "Hier machte Florestan ein Ende, und seine Lippen zitterten schmerzhaft", und "Ziemlich überflüssigerweise bemerkte Eusebius das Folgende: aber die ganze Zeit sprach große Seelenseligkeit aus seinen Augen."

Els Biesemans ist eine international nachgefragte Pianistin, Organistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin. Ihre Konzerte zeichnen sich durch stilvolle und unkonventionelle Programme aus.

Mit einem auffallend differenzierten Anschlag und sprechender Virtuosität bringt sie die Vielfalt von Fortepiano, Orgeln, Cembali und modernen Klavieren zum Leben. Els Biesemans ist bekannt als brillante Interpretin berühmter Komponisten und als Entdeckerin vergessener musikalischer Perlen. Julian Prégardien, Marie-Claude Chappuis, Giuliano Carmignola, Avi Avital, Pieter Wispelwey und das Gringolts Quartet sind einige ihrer musikalischen Partner.

Nach Studien am Lemmensinstituut in Löwen widmet sie sich dem Klavierrepertoire des 18. und 19. Jahrhunderts an der Schola Cantorum Basiliensis. Mit einem Repertoire, das vom Mittelalter bis zur Gegenwart reicht, räumt sie viele Preise ab. Die Antwerpener Künstlerin ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe in Brügge, Paris, Prag, Tokio und Montréal. Sie gewann erste Preise beim Ciurlionis-Wettbewerb in Vilnius und beim Arp-Schnitger-Wettbewerb in Bremen. Ihre Konzerttätigkeit findet in Europa, Japan, Kanada und Amerika statt. Sie wird regelmäßig zur Berliner Philharmonie, zur Tonhalle Zürich, zur Salle Philharmonique Liège, zum BOZAR Brüssel, zur Maison de Radio France Paris, zum Musikfest Bremen, zum Bach-Festival Montréal, zum Bachfest Leipzig, zu den Musikfestspielen Sanssouci Potsdam eingeladen. Verschiedene CDs dokumentieren ihre Arbeit. Als Solistin am Fortepiano teilte sie die Bühne mit u. a. La Cetra und Andrea Marcon, Capriccio Barockorchester, Hofkapelle München, Orchester der Oper in Zürich, La Festa Musicale und Ensemble 1800. Mit ihrem eigenen Ensemble Elsewhere erforscht sie das Repertoire des 19. Jahrhunderts.

  • Els wohnt in Zürich. Sie leitet dort das Fortepiano-Festival «Flügelschläge».
  • WAS: Pianorecital um und rund um Robert Schumann
  • WER: Pianistin Els Biesemans
  • WO & WANN: 23. März 2024, AMUZ, Antwerpen, 20 Uhr
  • WEBSITE: AMUZ – Tickets hier bestellen
  • FOTOS: © Tatyana Jenni
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