Der Flame Giaches de Wert verbrachte fast sein ganzes Leben in Italien am Hof der Gonzaga in Mantua. Er war einer jener großen Komponisten, die fähig sind, Modetrends zu überwinden und Kunst zu schaffen, die dazu bestimmt ist, "zeitlos und ewig" zu bleiben. Das Neunte Buch der Madrigale, 1588 veröffentlicht in einer Zeit persönlicher Entbehrungen und Schmerz über seine vereitelte Liebe zur Dichterin Tarquinia Molza, markiert einen Höhepunkt von künstlerischer Raffinesse und Pathos. Wert erforscht Petrarcas Canzoniere neben Versen von Torquato Tasso, Jacopo Sannazaro und Battista Guarini. Er wechselt klare höfische Huldigungen mit einer erneuernden Lyrik ab, die dem Stil Carlo Gesualdos vorgreift.





