Im Jahr 1696 beschrieb der Salzburger Hofkapellmeister Heinrich Ignaz Franz Biber seinen Druck von 7 Kammersuiten („Partien") für zwei Streichinstrumente und Basso continuo als „künstlich melodiös" in gewähltem Latein. Diese Triosonaten sind von besonderer Art, da sich die beiden Oberstimmen nicht auf die typischen Imitationen beschränken, die damals in Italien gepflegt wurden, sondern Biber die Sologesänge in einem anderen Licht erstrahlen lässt in virtuoser Zusammenarbeit über dem Bassfundament. Neue Klangfarben werden durch den Einsatz von Violine, Bratsche und Viola d'amore in verschiedenen Kombinationen sowie die „Umstimmung" der Saiten (Scordatura) hinzugefügt.





