Diese Kammermusikwerke aus den Jahren 1915 bis 1946 zeigen Giorgio Federico Ghedini in seinem privaten Atelier, wo das Studium früher Vorbilder als Material dient, das in die Sprache des 20. Jahrhunderts umgesetzt wird. Luciano Berio sah in Ghedini eine Brücke zwischen dem vokal-instrumentalen italienischen Barock und der Moderne. Die Sette Ricercari, während des Krieges komponiert, überdenken die Ricercare als kontrapunktische und tonale Erkundung und erreichen dabei spiegelbildliche Fugenformen; die Canoni berühren die Zwölftontechnik, während sie einen inneren Gesang bewahren. Die Elegia drammatica wird hier zum ersten Mal eingespielt.





