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Bald keine Nicht-EU-Studierenden mehr in den Konservatorien?

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Bald keine Nicht-EU-Studierenden mehr in den Konservatorien?

Während der gesamten Finalwoche des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs Cello brachten Konservatoriumsstudenten Musik direkt außerhalb von Bozar in Brüssel auf. Ihre Aktion "Requiem for culture" ist ein Protest gegen die erhebliche Erhöhung der Immatrikulationsgebühren für Studenten von außerhalb der Europäischen Union.

Solidarität mit internationalen Studenten


Kurz vor jedem Finalabend spielen Musikstudenten des Konservatoriums im Freien in der Nähe von Bozar. "Dies ist eine große Solidaritätsaktion mit unseren Studenten von außerhalb der Europäischen Union. Aufgrund der Sparmaßnahmen der Flämischen Gemeinschaft hat sich die Immatrikulationsgebühr für sie verdoppelt", sagt Lulu Aertgeerts, Direktorin des Conservatorium van Brussel. Siebzig Prozent der Studenten des Konservatoriums kommen aus dem Ausland, zehn Prozent von außerhalb der Europäischen Union, hauptsächlich aus Asien. "Vielfalt ist unsere größte Stärke. Die internationalen Studenten inspirieren sich gegenseitig, schmieden lebenslange Freundschaften, vernetzen sich. Hier entstehen auch große internationale Karrieren", so Aertgeerts.

Spielregeln ändern sich während des Spiels


Die Immatrikulationsgebühr wurde von 9.000 auf 17.500 Euro für Nicht-Europäer erhöht, eine Verdoppelung! Diese Maßnahme wurde sofort eingeführt, auch für Studenten, deren Ausbildung noch läuft. Kann dies als Vertragsbruch angesehen werden? "Das fühlt sich an wie das Ändern der Spielregeln während des Spiels", findet Aertgeerts. Inzwischen kommt die Erasmushogeschool Brussel, zu der das Konservatorium gehört, aber auf und es würde sich um etwa 11.000 Euro handeln. Wie das Königlich Konservatorium Brüssel werden andere höhere Bildungseinrichtungen getroffen und müssen Nicht-Europäer mehr bezahlen. "Das RITCS, LUCA School of Arts, die VUB und die Antwerpener Modeakademie: die sind sehr stark betroffen", sagt Aertgeerts.

Eine Rücknahme der Maßnahme ist nicht unmittelbar in Sicht. Über die Stiftung Roi Baudouin wurde eine Crowdfunding-Aktion eingerichtet, um Studenten zu unterstützen, die nicht über die Runden kommen.

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