Zum Inhalt springen
Dit is een volledig nieuwe website, vond u een bug, stuur ons een email op bestuur@klassiek-centraal.be
Automatisch übersetzt · Original
Nachrichten

MIRY VOCAAL: Lied duo Babette Craens en Herlinde Van de Straete

T
· 4 Min. Lesezeit
Diesen Artikel teilen
MIRY VOCAAL: Lied duo Babette Craens en Herlinde Van de Straete
© Wannes Cré (c)

Die Wege der Pianistin Babette Craens und der Mezzosopranistin Herlinde Van de Straete kreuzten sich 2018 am Königlichen Konservatorium von Antwerpen, wo sie ein Lied-Duo bildeten. Ihre gemeinsame Leidenschaft für Lieder erstreckt sich über Repertoire aus der Romantik, dem 20. Jahrhundert und zeitgenössischer Musik. Am 10. Mai brachten sie in der MIRY Concertzaal ein wunderschönes Vierteiliges Liederwerk, jedes Mal eingeleitet durch ein Klavierstück. Das Duo führte hauptsächlich deutsche Lieder auf, daneben auch einige französische Lieder von Debussy.

Das erste Thema des Abends, "Mythen", wurde eingeleitet mit Proteus aus Makrokosmos I von George Crumb, gefolgt von Trois Chansons de Bilitis von Claude Debussy. Babette ließ ihr Spiel in Proteus glänzen, während Herlinde's volle, dunkle Stimme perfekt zu Debussy's mystischer Klangwelt passte. Crumb ließ sich bei der Komposition von Makrokosmos unter anderem von Bartók's Mikrokosmos und Debussy's 24 preludes inspirieren, wodurch der musikalische Zusammenhang zwischen dem Klavierstück und Debussy's Liedern noch stärker wurde.

Danach behandelten sie das Thema "Träume" mit erneut einem Werk von Crumb aus Makrokosmos I: Dream Images. Dieses mysteriöse Werk öffnet sich düster, woraufhin kurze Fragmente von Chopin's Fantasie-Impromptu einen Moment des Träumens bieten—aber nur von kurzer Dauer. Die schwebende Atmosphäre des Impromptu wird abrupt durch Crumbs wiederkehrende Klangfelder unterbrochen. Wir träumen weiter mit dem unglückseligen Alban Berg. Er hinterließ in seinem Leben kein gigantisches Werk, aber was er schrieb, ist stetig zum Standardrepertoire geworden. Seine Vier Gesänge (Opus 2) bilden keine Ausnahme. Berg evoziert vier Traumwelten, wobei er atonale und tonale Elemente zu einer dramatischen Synthese verbindet. Herlinde und Babette brachten diese Lieder mit äußerster Sorgfalt und Ausdruck, und besonders der letzte atonale Fiebertraum, Warm die Lüfte, es spriesst Gras auf sonnigen Wiesen, hinterließ einen tiefen Eindruck.

Von so einem schwermütigen Repertoire musste sich das Publikum erholen und deshalb fügten die zwei Freundinnen ein gewitztes "leichteres Intermezzo" ein, mit für Klavier Rachmaninoff's Étude Tableaux opus 33 Nummer 3 und ein Lied von Johannes Brahms: Unbewegte laue Luft. Kein Liederabend ohne Hugo Wolf, aus seinen gefeierten Mörike Lieder führten Babette und Herlinde das liebliche Um Mitternacht und das stürmische Lied vom Winde auf. Auch im dritten Teil des Abends zeigten sich Babette und Herlinde von ihrer besten Seite, technisch, beherrscht, spielerisch, aber auch dramatisch, liebevoll mit einem großen Herzen für ihr Repertoire.

Das letzte Thema des Abends ist kontrastreich: "Abendrot". In Maurice Ravel's Klavierstück Le Gibet (der Galgen), aus dem berüchtigten Gaspard de la nuit, fragt sich die Hauptfigur, welches Geräusch erklingt. Erst am Ende des Stücks wird deutlich, dass es die Glocken eines Dorfes weiter weg sind, wo der rote Abendhimmel ein makabres Szenario beleuchtet: das Blut des Erhängten am Galgen: "C'est la cloche qui tinte aux murs d'une ville sous l'horizon, et la carcasse d'un pendu que rougit le soleil couchant." Es ist daher ein sehr düsteres Stück mit einem einprägsamen Thema, ein einzigartiges Stück innerhalb von Ravel's Werk.

Natürlich durfte der König des Liedes nicht fehlen: mit Schuberts Im Abendrot schlossen Babette und Herlinde das vierte Teil ab—auf eine fröhliche Note, oder eher mit einem zynischen Unterton?

"Wer Lied sagt, sagt Schubert, Schumann und Wolf. Außer Schumann geben Ihnen Pianistin Babette Craens und Mezzosopranistin Herlinde Van de Straete an diesem Abend vollkommen Recht." So konnte man im Programmheft des Abends lesen. Ein spielerischer Augenzwinkern der zwei Freundinnen, die das Publikum letztendlich doch noch mit einem Schumann-Lied als Zugabe verwöhnten.

Die kompakte MIRY Concertzaal ist der perfekte Saal für die intime und gemütliche Aufführung. Babette und Herlinde brachten eine wunderschöne Aufführung von fantastischem und persönlichem Klavier- und Liederrepertoire—mit Finesse, Ausdruck und Handwerkskunst. Chapeau!

Details

Wer
Babette Craens Herlinde Van de Straete
Wo
Miry Concertzaal
Gesehen am
10 Mai 2025
Bildnachweis
Wannes Cré (c)
Diesen Artikel teilen
DE