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Belgische Premieren während Les Festivals de Wallonie

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Belgische Premieren während Les Festivals de Wallonie
​​Les Festivals de Wallonie, das sind 7 Festivals über 4 Monate, 100 Konzerte und etwa 700 Musiker. Ein umfassendes und vielfältiges Angebot mit vielen belgischen Erstaufführungen, bei denen wir Sie gerne orientieren. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der spektakulärsten Künstler, märchenhaften Orte, unverzichtbaren Konzerte und inspirierenden Geschichten für einen Sommerausflug in den südlichen Teil unseres Landes mit einer großen Portion Kultur. Dirigentinnen sind inzwischen keine Ausnahme mehr – und zum Glück – aber Glass Marcano ist eine unter tausend. Ihre Geschichte passt also perfekt zum Festivalthema „Utopien". Marcano hat einen besonderen Weg zurückgelegt, vom armen Venezuela, wo sie ihr Jurastudium und ihre Dirigierausbildung als Straßenverkäuferin von Obst finanzierte, bis zur Preisträgerin des renommierten Dirigentenwettbewerbs La Maestra. Von klein auf wurde sie vom besonderen sozialen Musikprogramm El Sistema gefördert, das 1975 von Dirigent José Antonio Abreu gegründet wurde. 2017 schloss sie ab und 2018 wurde sie zur Generalmusikdirektorin des Sinfonischen Jugendorchesters Simon Bolivar ernannt. Nach ihrem Sieg 2020 bei La Maestra Competition in Paris war sie Gastdirigentin beim Sinfonieorchester der Région Centre-Val de Loire, und am 30. Juni gibt sie ihr belgisches Debüt und darf Les Festivals de Wallonie mit dem Brussels Philharmonic in Flagey eröffnen! Die flämische Mezzosopranistin Helene Bracke präsentiert Madame Vitesse, ein Musiktheaterwerk im Auftrag von Les Festivals de Wallonie. Die Familienvorstellung ab 8 Jahren ist eine musikalische Hommage an Clärenore Stinnes, die erste weibliche Autofahrerin, die die Welt umrundete. Auf der Bühne steht Vivi, die es kaum erwarten kann, in Clärenores Fußstapfen zu treten und ihren Rekord zu brechen. Madame Vitesse ist ein echtes Gesamterlebnis und mischt französischen Chanson mit Welt-, Klassik- und Popmusik mit Fragmenten aus Clärenores eigenem Film. In dieser multimedialen Vorstellung wird die Frage gestellt, was zum echten Leben gehört und was zur Welt der Videos, die wir in den sozialen Medien sehen. Joëlle Charlier verkörpert Clärenore und Wouter Vande Ginste sitzt am Klavier. Dieses Musiktheaterwerk wird möglicherweise auch ins Niederländische übersetzt für eine flämische Tournee. Les Festivals de Wallonie wählt jedes Jahr auch einen Festivalkünstler. Dieses Jahr geht die Ehre an die Schweizer Pianistin Beatrice Berrut. Am 1. Juli lädt sie die Schwestern Sylvia und Stéphanie Huang zum Eröffnungskonzert in Saint-Hubert ein. Zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Lüttich bringen sie Beethovens außergewöhnliches Tripelkonzert. Berrut nimmt das Festivalthema „Utopien" als roter Faden in ihre Arbeit auf. Während der gesamten Festivalzeit bringt sie Konzerte in Flagey, Stavelot, Charleroi, Lasne und Bergen. Das Festival Juillet Musical de Saint-Hubert überschritt bei der Programmierung mehrfach die Sprachgrenze. Unter anderem Lore Binon & das Lingua Franca Ensemble, Helene Bracke mit Madame Vitesse, das Vlaams Radiokoor und Pianist Koenraad Sterckx unter der Leitung von Bart Van Reyn sowie Harfenistin Anneleen Lenaerts werden die Luxemburger Provinz zwischen 1. und 23. Juli besuchen.

Musikalische Juwelen

Les Festival de Wallonie, das etwa vier Monate umfasst, ist auch der ideale Moment, um auf Schatzsuche nach musikalischen Juwelen zu gehen. Am 30. Juni in Flagey bringt das Festivalorchester unter der Leitung von Shirley Laub Richard Strauss' atemraubende Metamorphosen in Dialog mit der Vision des Brüsseler Produzenten und Performers Before Tigers. Gleichzeitig gibt der französische Slam-Poet Camille Pier eine frische Lesung von Goethes Texten. Dirigent Alexis Kossenko und sein Les Ambassadeurs erheben das Festival von Namen am 12. Juli in höhere Sphären mit Zelenkas Te Deum und Bachs Magnificat. Sopranistin Sandrine Piau und das Musikensemble Les Paladins unter der Leitung von Jérôme Correas tauchen am 1. Oktober in Lüttich in die Opern von Händel ein, anlässlich ihres neuen Albums. Am 16. September, ebenfalls in Lüttich, lässt Lautenist Bor Zuljan seine einzigartige Musiksprache während Improvisationen zu den ersten gedruckten Lautentraktaten erklingen.

Weitere Informationen unter lesfestivalsdewallonie.be

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Brussels Philharmonic
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