'Ein Denkmal an den seligen, glühend geliebten und unsterblichen Meister', so charakterisierte Anton Bruckner das wunderschöne, elegische 'Adagio' aus seiner Siebten Symphonie.
Während der Arbeit an diesem symphonischen Koloss, im Februar 1883, erfuhr der österreichische Komponist, dass sein großes Idol Richard Wagner gestorben war. Prompt beschloss Bruckner, sein Adagio als ein großartiges 'in memoriam' aufzufassen, mit den edlen Klängen von Wagners Tuben.
Mit seiner Siebten Symphonie erlebte der 60-jährige Bruckner endlich seinen Durchbruch als großer und eigenständiger Symphoniekomponist, und dies nach Jahren erbarmungsloser Kritik und Spott. Gleichzeitig gilt das Werk, das seine Unsterblichkeit auch dem Film Senso von Luchino Visconti verdankt, als DIE ideale Einführung in Bruckners umfangreiches symphonisches Oeuvre.
Die großartige Architektur, der erhabene, hymnische Ausdruck und der Sinn für räumliche Expansion, so eigen dem Komponisten, fließen auf ganz natürliche und inspirierte Weise zusammen. Gleichwohl ist die überwältigende Klangkathedrale von Bruckners Siebter ein beispielloses immersives Erlebnis.
Für dieses riesige Werk, das etwa 65 Minuten dauert, übernimmt ein alter Bekannter des Hauses erneut die Leitung über das gepriesene Symfonische Orchester Opera Ballet Vlaanderen: Alexander Joel.
Maestro Joel war längere Zeit Erster Gastdirigent bei uns und hatte die musikalische Leitung über bemerkenswerte Produktionen wie Die Frau ohne Schatten, Korngolds Das Wunder der Heliane, Don Carlos, La Forza del Destino, Otello, Simon Boccanegra und verschiedene Konzerte.
Spieltermine:
- Do 26. Mai DE BIJLOKE MUZIEKCENTRUM GENT
- Sa 28. Mai DE SNGEL - ANTWERPEN