Georgia, Michael, Leon… drei Namen, die man sich merken sollte. Zusammen noch keine siebzig Jahre alt. Zusammen auf der Bühne des Kulturzentrums von Oudergem, das seine Türen für ASTA öffnete. Dies ist ein Verein, der sich seit 2017 "Au Service de Tous à Auderghem" verschrieben hat.
Das bedeutet, dass sie durch die Förderung von kulturellen, sozialen, pädagogischen und freizeitlichen Aktivitäten den lokalen Zusammenhalt stärkt, Einsamkeit bekämpft und Vielfalt zwischen Kulturen und Generationen fördert. ASTA tut dies mit fünf festangestellten Mitarbeitern und etwa zwanzig Freiwilligen. In diesem Kontext war die Wahl der Künstler perfekt.
Jung, jünger, am jüngsten
Georgia Koumentakou ist vierzehn Jahre alt. Sie wurde in Brüssel geboren. Ihre Mutter ist Polin, ihr Vater Grieche. Sie begann mit Violine, als sie dreieinhalb Jahre alt war, und entwickelte sich von der Suzuki-Methode zur Klasse von Erik Sluys. Sie hat bereits eine beeindruckende Sammlung von Preisen, Auszeichnungen und Auftritten zusammengetragen. Der Kanadier Michael Song ist sechsundzwanzig Jahre alt. Von seinem fünften bis elften Lebensjahr teilte er seine Leidenschaft für die Violine mit vielen sportlichen Aktivitäten. Dann widmete er sich dem Cello. Mit Erfolg, denn inspiriert durch Gary Hoffman und Lynn Harrell brachte er es von der renommierten Colburn School (Los Angeles) bis zur Residenz an der Musikkapelle Kon.Elisabeth und zur Zulassung für den Kon.Elisabeth-Cellowettbewerb, der am 4. Mai beginnt.
Sie wurden von der Brussels Sinfonietta begleitet, die seit 2006 talentierte Schüler aus den Brüsseler Akademien und der Kunsthumaniora vereint, um gemeinsam mit etablierten Künstlern im Orchesterverband zu musizieren.
Leon Blekh ist seit 2023 ihr Generaldirigent. Merkwürdig, dass ein meisterhafter Violinist, der erste Preise, In- und Auslandsauftritte und Erfolge aneinander reihte und von 2019 bis 2023 Artist in Residence an der Musikkapelle in Waterloo war, noch vor seinem dreißigsten Geburtstag zwischen Violine und Dirigentenstab wechselt. Aber verständlich für jemanden, der zugibt: "Dirigieren, das habe ich schon seit meiner Jugend erträumt".
Das erklärt die Begeisterung, das Einfühlungsvermögen und den Enthusiasmus, mit dem Leon sein Orchester durch Elgars Serenade und einen Walzer von Tschaikowski führte – Kompositionen, bei denen die Violinen vielleicht noch ein wenig ausdrucksvoller und leidenschaftlicher hätten klingen können. Und wo die Bratschen die Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Entdeckungen
Ansonsten war das Konzert eine große, herz- und sinnesergreifende Entdeckung. Angefangen mit dem "Concerto per archi" des genialen "Paten der Filmmusik", Nino Rota. Das Preludio klang fesselnd, das Scherzo düster. Wir hörten, dass es gut war. Das Orchester präsentierte Neues und Traditionelles. Und das macht auch Cellist Michael Song bewusst. Seine Teilnahme am kommenden Elisabeth-Wettbewerb umfasst drei Stunden Repertoire. Ein Teil davon geht ins Halbfinale-Konzert. Anders als in früheren Sessions können die Teilnehmer dieses Jahr neben Klassikern wie Joseph Haydn oder Mozart auch aus Werken von Michael Haydn, Heinrich Hofmann oder Antonin Kraft wählen. Das ist genau das Richtige für Michael Song, der opus 4 von Kraft wählte – ein Glücksgriff für das Publikum. Es ist ein lebhaftes Stück, in dem das Cello mal verspielt umherschweift, dann wieder melodisch träumt.
Wieniawski
Und dann kam das Highlight! Es kam in Gestalt eines Engelchens in zartem Weiß mit weinroten Herzchen und passender Schleife, das Wieniawskis zweites Violinkonzert aus ihrer Violine (Patrick Robin) mit spielerischer Freude und ruherer Sicherheit zauberte. Die junge Georgia Koumentakou war eindeutig stolz, bereits so meisterlich ein Werk ihres großen Landsmannes ihrer Mutter spielen zu können, der auch in Belgien eine Rolle gespielt hat. Die Art und Weise, wie sie das tat, beweist, welch reife junge Geigerin sie ist. Am nächsten Elisabeth-Wettbewerb für Violine kann sie aufgrund ihres Alters noch nicht teilnehmen.
Dennoch kam das Wettbewerb sehr nah heran, als Stéphanie Coerten, die vertraute Stimme und Erscheinung bei jedem Auftritt jedes Teilnehmers, mit viel Empathie die Künstler über ihr junges Leben befragte, das man durchaus als "pas comme les autres" beschreiben kann. Und die nach einer virtuosen "Fuge der Biene" von Georgia von einem überquellenden Saal enthusiastischen Applaus erhielten. Völlig verdient!








