Letzte Runde im Königin-Elisabeth-Wettbewerb Halbfinale
Die Anwesenheit von Königin Mathilde in der ersten Reihe des Konzertsaals motivierte die Teilnehmer enorm, das Beste aus sich herauszuholen zu geben. Das heitere Haltung der Königin inspirierte die Gastgeber in ihren Würdigung an das Orchestre Royal de Chambre de Wallonie und ihre Dankbarkeit auszudrücken. Während der Pause kam die Königin, Schirmherrin des Königin-Elisabeth- WWettbewerbs, auf die Bühne, um den Dirigenten und das Orchester zu begrüßen. Komponist Harold Noben, der im Publikum anwesend war, wurde offiziell für seinen besonderen Beitrag mit das Stück Caffeine, das speziell für diese Ausgabe des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs geschaffen wurde.
Programm
Anton Kraft – Konzert in C op. 4
Königliches Kammerorchester der Wallonie, Ltg. Vahan Mardirossian
De Tonqualität, die Marcus Michelin zu schaffen versteht fällt auf vom allerersten Moment an, in dem der Cellbogen die Saiten berührt. Eine perfekte Koordination ermöglicht ihn strahlen. Mit diesem klassischen Konzert von Kraft, das sowohl inhaltlich gut fundiert als auch ästhetisch vollkommen ist, liefert er eine stilvolle Aufführung ab, die eines großartigen Tages würdig ist.
Programm
Leopold Hofmann – Konzert in D Badley D3
Königliches Kammerorchester der Wallonie, Ltg. Vahan Mardirossian
Ein subtiler, einfühlsamer Anschlag, ein sanfter, flüsternder Cellklang, der manchmal sogar barocke Züge aufweist, und eine fröhliche Herangehensweise an das Hoffmann-Konzert. Sie ist introspektiv, tanzt fast während ihres Auftritts, und wir wissen nicht, woher ihre mysteriöse Choreografie stammt. Es ist bemerkenswert zu erkennen, dass sie erst am Anfang ihrer Entwicklung steht. Man kann nicht anders, als zu reflecktieren und sich zu fragen, welche Höhen sie noch erreichen wird.
Programm
Claude Debussy – Sonate in d-Moll
Anton von Webern – Drei kleine Stücke op. 11
Harold Noben – Koffein
Mily Balakirew – Romance
Pjotr Tschaikowski – Pezzo capriccioso op. 62
Katsura Mizumoto, Klavierbegleitung
Michael Song ist vollständig in Gedanken und Cellospiel versunken. Wie bereits erwähnt, führt dies zu einem Mangel an Kommunikation, was den Eindruck einer inneren Auseinandersetzung bei der Erkundung neuer Möglichkeiten erweckt, wie eine Fortsetzung des Studiums. Seine natürliche Handgeschicklichkeit kommt ihm bei der Gestaltung der linken Hand und der Bogentechnik zugute, weshalb wir bei diesem Kandidaten eine besondere technische Brillanz sehen.
Programm
Harold Noben – Koffein
Witold Lutosławski – Sacher-Variationen für Cello solo
Johannes Brahms – Sonate Nr. 1 in e op. 38
Boris Kusnezow, Klavierbegleitung
Eine strahlende musikalische Interpretation, die alle Nuancen dieses Repertoires einfängt: die dramatische Intensität der Krise in Nobens Komposition, die launische technische Virtuosität in den Variationen, die Zartheit der spätromatischen Sonate – ein künstlerisches Highlight, das es verdient, an diesem königlichen Abend gefeiert zu werden.
Finalisten (in Reihenfolge des Auftretens)
Maria Zaitseva
Lionel Martin
Yo Kitamura
Ivan Sendetsky
Krzysztof Michalski
Clara Dietlin
Ettore Pagano
Dilshod Narzillaev
Álvaro Lozano Cames
Leland Ko
Andrew Ilhoon Byun
Tae-Yeon Kim






