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Klassik Zentral

Madame Vignon und "Monsieur Debussy" konzertieren im Instrumentenmuseum

Es war als Konzert der französischen Pianistin Elodie Vignon angekündigt, eingeleitet durch den italienischen Musikwissenschaftler Andrea Malvano, beide Debussy-Kenner. DDaraus wurde nichts.

Malvano konnte nicht kommen, Vignon war aber da und würde dann selbst über ihr großes Vorbild sprechen. Und ja, warum nicht, wenn man gerade ein Doppel-CD mit dem Titel "Monsieur Debussy" veröffentlicht hat. Dann muss man doch alles über diesen Komponisten wissen und das auch erzählen wollen.

Bei einer CD-Rezension des Interpreten werden oft Superlative hervorgekramt, für den Komponisten genügt meist eine ehrenvolle Erwähnung. Aber das ist wirklich zu wenig für Claude Debussy. Was hat dieser Franzose nicht für die Entwicklung der Musik seiner Zeit bedeutet? Oft hören wir behaupten, dass Strawinsky mit vor allem seinem "Sacre du printemps" der Vorreiter der Moderne in der Musikgeschichte war. Aber war es nicht vielmehr sein Zeitgenosse Debussy, der mit seinen neuen, unerschlossenen Klängen den Bruch in dieser Geschichte hervorbrachte? Ganz sicher, sagt unsere Pianistin: "Le Sacre war 1913, Debussy mit seinem "Prélude à l'après-midi d'un faune" war bereits 1894. Für Boulez ist das das erste Stück im Aufstieg zur Moderne. Damit nahm die Musik eine andere Wendung, die Musik wurde intuitiv, man wird in ein neues Universum eingetaucht, es gibt keine Geschichte mehr, seine Musik weckt alle Sinne und fordert die Phantasie heraus, man riecht die Düfte, man fühlt die Wellen über sich gleiten, den Schnee unter den Füßen knistern, Nebel und Dunst umarmen dich, du hörst die Natur…" Man hört Elodie Vignon das auch so spielen, sehr konzentriert, ohne ausschweifende Gesten, fast unbewegt, aber mit großer Intensität und Virtuosität.

Obwohl es im stimmungsvollen Saal des Instrumentenmuseums noch Nachmittag ist, werden "Les sons et les parfums qui tournent dans l'air du soir" tatsächlich pianistisch herrlich zum Leben erweckt. Vignon streut fast improvisatorisch und schwermütig einzelne Noten in diese abendliche Atmosphäre. Es stammt aus dem ersten Buch mit "von Claude Debussy (1862–1918)," dessen Titel stammt von einem Gedichtvers von Baudelaire. Ein Schmuckstück von noch keine Paar Minuten. Es glänzen und funkeln noch andere Schmuckstücke wie "Les poissons d'or" aus seinem "Images". Ein glänzendes Werkchen, funkelnd gespielt. Man braucht keine Phantasie, um sich sofort untergetaucht zu fühlen wie ein verspielter Fisch im wilden Wasser. Es ist auch eins von vielen Miniaturen aus ihrem gerade veröffentlichten Doppelalbum "Monsieur Debussy".

In ihrem Konzertprogramm war Platz für zwei andere Komponisten. Zunächst ein Stück von Chopin, dessen empfindliche Klaviermusik oft eine Inspirationsquelle für Debussy war: reine Klangpoesie mit dem unmittelbar erkennbaren Chopin-Idiom. Vignon spielt es sehr zurückhaltend, ohne jede Ausgelassenheit. Es folgte noch eine Hommage an Albéniz, sowohl beruflich als auch persönlich ein enger Freund von Debussy. Es war auch wunderbar zu sehen und zu hören, wie subtil die Pianistin mit den Pedalen umging, um all diese herrlichen Klänge resonieren zu lassen. Das konnte sie nicht besser veranschaulichen, als uns diese Vielfalt an Möglichkeiten aus seiner "Children's Corner" hören zu lassen: raue Synkopen, stille Nuancen, fröhliche Melodieen, der lebhafte "cake-walk" dieser Werkchen.

Abschließend kam natürlich noch dieses allbekannte "Clair de lune" aus seiner "Suite bergamasque". Ein "Schlager", den man überall findet und hört? Ja, aber Schlager sind nun mal Erfolgsstücke, ein Hit, kurz gesagt vom Besten. Doch welch ein Verdienst von Madame Vignon, auch die weniger bekannten Soloklavier-Werke von "Monsieur Debussy" in den Fokus zu rücken – das erste Album einer Gesamtaufnahme dieses Œuvres.

Detalhes:

Título:

  • Madame Vignon und "Monsieur Debussy" konzertieren im Instrumentenmuseum

Künstler:

  • Elodie Vignon, Pianistin

Ort:

  • MIM Instrumentenmuseum, Brüssel

Datum:

  • 18. Januar 2026

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