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Klassik Zentral

Engelspieler – über (un)greifbare Kunst im Mittelalter

Was für ein Buch(chen) doch Engelenspiel. Autor Rens Tienstra konnte sich keinen besseren Titel für ein Buch über Kunst ausdenken – sowohl religiös als auch weltlich – hauptsächlich aus dem späteren Mittelalter, die so eng mit der Musik jener Zeit verwoben ist.

Die Musik ist engelhaft, denken Sie nur an den Gregorianischen Gesang und alles, was daraus hervorging und Kirchen, Klöster, Abteien und Kapellen mit erhabenen Klängen erfüllte. Betrachten Sie dann die Altarbilder, die Gemälde – ob auf Holz oder als Fresken (von denen so vieles verschwunden ist) – die die Wände schmückten, die Skulpturen, die Goldschmiedearbeiten und noch vieles mehr, das Heilige, Bischöfe, Adlige von Königen bis Rittern verherrlichte, mit Reliquien, Gräbern und so weiter. Ritterorden wie das Goldene Vlies repräsentierten nicht nur weltliche Macht, sondern betonten diese auch durch Bilder und Klänge.

Tienstra illustriert sein äußerst lehrreiches und gehaltvolles, flüssig zu lesendes Werk mit einer Reihe bemerkenswerter Kunstwerke in Groß und Klein, aber auch mit Abdrucken von gregorianischen und anderen Partituren. Wir kennen alle das Triptychon des Lammes Gottes mit den Singenden Engeln der Brüder Van Eyck, aber es gibt noch mehr. Zum Glück. Einst gab es noch vieles mehr, doch Kriege – ob im Namen Gottes oder nicht – Brände, Aufstände und einfacher Verfall führten zu viel Verlust und Zerstörung, ganz zu schweigen von Diebstählen. Trotz all dieser Gewalt gibt es noch immer viel zu sehen und zu hören und aufzuführen. Letzteres am besten in einer angemessenen Umgebung wie zum Beispiel einer gotischen Kirche.

Das Buch erinnert mich an einen Vorwurf, den ich von einem berühmten (oder berüchtigten?) Musiker mit internationalem Namen und Ruf einstecken musste: "Du schreibst über diese Kirche, über die Überreste der Fresken und Skulpturen und so, und dann findest du die Musik schöner? Wie kannst du denn gut zuhören, wenn du einfach nur herumschaust?" Nun ja, lieber Herr, dessen Namen ich nicht nenne, lesen Sie doch dieses Buch 'Engelenspiel – Mittelalterliche Meisterwerke und ihre musikalischen Begleiter'. Sie können mir nicht weismachen, dass der Autor auch nicht seine Augen nutzt, während er sich Gregorianische Gesänge anhört. Ach ja, es geht absolut zusammen, es gehört (sic) zusammen, es ist eins.

Und nun, liebe Leserinnen und Leser, bleiben euch zwei Aufgaben: 1) das Buch auf jeden Fall kaufen und 2) es auf jeden Fall lesen. Wer über Musik unterrichtet, dem empfehle ich auch, es für Schüler/Studenten zwischen 7 und 107 Jahren zu nutzen.

Título: Engelenspiel, Mittelalterliche Meisterwerke und ihre musikalischen Begleiter

ISBN: 97894645511747 – 20 €

Detalhes:

Título:

  • Engelspieler – über (un)greifbare Kunst im Mittelalter

Künstler:

  • Autor: Rens Tienstra, Komponist, Dirigent, Musikologe und Programmgestalter

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