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César Guerra-Peixe: Erneuerer der brasilianischen Musik

Die neueste Neuerwerbung bei Naxos' Musik von Brasilien-Reihe ist die Musik von César Guerra-Peixe (1914-1993). In seinen symphonischen Werken verbindet der Komponist indigene Musik mit europäischer klassischer Musik. Der britische Dirigent Neil Thomson gelingt es zusammen mit dem Goiás Philharmonic Orchestra, den ausgelassenen Charakter von Guerra-Peixe wieder zum Leben zu erwecken.

Die Reihe Musik von Brasilien ist Teil des Brasilien im Konzert-Projekts. Anlässlich von 200 Jahren brasilianischer Unabhängigkeit wird das musikalische Erbe des Landes (oft zum ersten Mal) auf CD aufgenommen. Die erste CD (8.574067) brachte Musik von Alberto Nepomuceno (1864-1920), einem Verfechter des brasilianischen Kulturnationalismus. Die neueste Erwerbung ist die symphonische Musik von César Guerra-Peixe (1914-1993).

Assimilation und Inklusivität

César Guerra-Peixe wurde in Petrópolis, der kaiserlichen Stadt Brasiliens, geboren. Er war der Sohn portugiesischer Einwanderer mit Roma-Hintergrund. Dieser multikulturelle Hintergrund spiegelte sich später auch in seinen Kompositionen wider.

Guerra-Peixe studierte von 1932 bis 1940 an der Escola Nacional de Música in Rio de Janeiro. Nach seinem Studium in Violine und Komposition schloss er sich der Bewegung Música Viva an und folgte dem Beispiel von Hans-Joachim Koellreutter, der den Serialismus nach Brasilien brachte. Enttäuscht von den Avant-Garde-Techniken suchte der junge Guerra-Peixe nach anderen Inspirationsquellen. Diese fand er in der traditionellen Musik seines Landes. Aus dieser ethnomusiologischen Suche und Experimentierung entstanden seine Symphonische Suiten Nr. 1 & 2 (1955).

Die brasilianische Kultur erklingen lassen

In seinen zwei symphonischen Suites erwachen zwei brasilianische Regionen musikalisch zum Leben. Die erste Suite mit dem Untertitel "Paulista" lässt den Staat São Paulo erklingen, und die zweite Studie mit dem Untertitel "Pernambucana" lässt den Staat Pernambuco erklingen. Beide folgen einem traditionellen viersätzigen Aufbau, wobei der erste Teil mit einem Tanz beginnt, gefolgt von einem schnellen Satz und einem dritten lyrischen Teil, um mit einem ausgelassenen und schnellen Schlusssatz zu enden.

Symphonische Suiten Nr. 1 eröffnet mit "Cataretã", benannt nach dem gleichnamigen brasilianischen Tanz, der in diesem Teil verarbeitet ist. Rhythmische Passagen werden durch einen freien gesangsartigen Stil abgelöst. Die Streicher und Bläser der beiden schnellen Sätze "Jongo" und "Tambu" sind miteinander verbunden und schöpfen beide aus demselben Material, nämlich einem afrobrasilianischen Tanz. Der zweite Satz "Jongo" verweist auf den Tanz selbst, während der vierte Satz "Tambu" auf das charakteristische Schlagzeuginstrument verweist. Die enthusiastische Schlagzeugsektion und die Bläser des Goiás Philharmonic Orchestra machen es unmöglich, nicht mit der Musik zu tanzen.

Im Freundeskreis (1979) – das Werk, das zwischen den beiden Suiten auf der CD steht – zeigen die Holzbläser in kurzen Soli ihre außergewöhnlichen Qualitäten. Die Solisten treten mit dem Orchester in einen Dialog, das hier eine eher unterstützende Funktion hat. Wie die Suiten verweist auch dieses Intermezzo auf die brasilianische Kultur. Der Titel Ronda verweist auf eine brasilianische Tradition, die unter anderem mit Capoeira assoziiert wird, wobei Freunde in einem Kreis Musik machen.

Die CD endet mit Symphonische Suiten Nr. 2Auch in dieser zweiten Suite brillieren die Schlagzeuger und Bläser glänzend. Die komplexe Rhythmik und die detaillierten Anweisungen des Komponisten im "Maracatu" werden auf außergewöhnliche Weise interpretiert. Im "Frevo" steht die meisterhafte Interpretation der Bläser und besonders des Klarinettensolo im Rampenlicht. Dirigent Neil Thomson bringt die Essenz eines jeden traditionellen Stils kraftvoll und verfeinert zum Vorschein. Dies sorgt für ein lebendiges und spannendes Hörerlebnis.

{{NOTRANSLATE_0}}{{NOTRANSLATE_0}}{{NOTRANSLATE_0}}{{NOTRANSLATE_0}}{{NOTRANSLATE_0}} 4.5/5

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  • César Guerra-Peixe: Erneuerer der brasilianischen Musik

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