Alle hier aufgenommenen Werke wurden zwischen 1825 und 1835 komponiert, als Mendelssohn zwischen sechzehn und sechsundzwanzig Jahre alt war. Er verbrachte einen großen Teil dieses Jahrzehnts auf Reisen, von Berlin nach Weimar nach Paris, dann nach London und Schottland, bevor eine Anstellung in Düsseldorf schließlich zu seiner Ernennung zum städtischen Musikdirektor und Dirigenten des Gewandhaus-Orchesters in Leipzig führte. Die Klaviersonate in E-Dur, die Sonate in B-Dur und die Fantasie (mit dem Untertitel "Sonate écossaise") sind stark von Beethoven beeinflusst, zeigen aber auch Einflüsse von Weber, Hummel und Moscheles (dem die Fantasie gewidmet war). Die beiden kürzeren Werke (Scherzo à capriccio und Capriccio) zeigen vielleicht eine entspanntere Seite des Komponisten, befreit von den Beschränkungen der Sonatenform. Liszts virtuose Bearbeitung von Themen aus Ein Sommernachtstraum rundet das Programm ab.





