Diese Aufnahme erforscht die musikalische Welt der Laudesi-Bruderschaften, die um 1500 in der Region Venetien aktiv waren, und ihr reiches Repertoire italienischer Andachtslieder. Diese Werke verehren häufig die Jungfrau Maria und das Leiden Christi und zeichnen sich durch eine Ästhetik aus, die tief in der volkstümlichen Frömmigkeit verwurzelt ist. Sie kombinieren oft homophone Kompositionstechniken mit einer direkten Ausdruckskraft, die auf das einfache Volk ausgerichtet war und von französisch-flämischen Liedern beeinflusst wurde. Le Miroir de Musique lässt sich von den Musikern der Scuole Grandi der venezianischen Renaissance inspirieren und schafft eine Klangwelt an der Schnittstelle von Spiritualität und aufkeimendem Humanismus.





