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Klassik Zentral

Gran Partita

Aufführende:

  • Stanko Madic

  • Eugene Nakamura

  • Münchner Rundfunkorchester

Etikett:

  • BRKlassik
  • Erscheinungsdatum:  03/04/2026

Erhältlich bei

Reinhard Goebel, Gründer und Direktor von Musica Antiqua Köln (1973–2005) und Inhaber einer Professur für Aufführungspraxis an der Universität Mozarteum Salzburg (2010–2025), arbeitet unermüdlich an der Schaffung und Entwicklung von «neuem» Repertoire des 18. Jahrhunderts. Im Mai 2025 kehrte er zu der meisterhaften Bearbeitung zurück, die der Münchner Komponist Franz Gleißner um 1800 von Mozarts «Gran Partita» KV 361 anfertigte. Aktuelle Aufführungen und eine moderne Aufnahme waren sowohl erwünscht als auch zu erwarten. Goebel führte die auf dieser CD zu hörenden Werke im Mai 2025 zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester während der Residenz- und Schlössertournee in Amberg, Ansbach, Dachau und Oettingen auf und nahm sie zuvor im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks auf.

Die «Gran Partita» KV 361, eines seiner wunderbarsten Werke, wurde von Wolfgang Amadeus Mozart für das ehemalige Mannheimer Orchester komponiert, das nach dem erzwungenen dynastischen Umzug des Kurfürsten nach München umgesiedelt war. Das Werk, ungewöhnlich für zwölf Blasinstrumente und Kontrabass besetzt, wird selten aufgeführt. Als es 1800 gedruckt werden sollte, wurde es in einer Bearbeitung für ein traditionelles Orchester veröffentlicht, die der Münchner Komponist Franz Gleißner meisterhaft im Auftrag des Musikverlags vollendet hatte. Reinhard Goebel hat diese kraftvolle Bearbeitung, die unter dem Titel «Sinfonia concertante» veröffentlicht wurde, bereits wiederholt gelobt – und tut dies nun erneut auf der Bühne des Rundfunk-Orchesters München. Er schreibt: «Wie langweilig und leer wäre die Welt ohne Bearbeitungen. Es gibt keine Gründe GEGEN Bearbeitungen – die Gründe DAFÜR hingegen können vielfältig und komplex sein.»

Der Komponist und Dirigent Christian Cannabich leitete das berühmte Mannheimer Orchester mit beinahe militärischer Disziplin. Der junge Mozart war sowohl vom Konzertmeister als auch vom Orchester fasziniert. «Man könnte sich vorstellen», schreibt Goebel, «dass Mozart die ‹Sinfonia concertante› vielleicht zusammen mit oder gegen Cannabich gespielt hat.» Dieses Konzertantstück für zwei Violinen und Orchester «ist, sowohl in violinistischer als auch kompositorischer Hinsicht, ein Endpunkt, der von den Veteranen der Mannheimer Schule nicht übertroffen, vor allem aber nicht weiterentwickelt werden konnte.»

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