Mit den Cellokonzerten von Edward Elgar und Antonín Dvořák widmet sich Alban Gerhardt zwei Schlüsselwerken des Repertoires – und präsentiert er mit seiner ersten Studioaufnahme gleichzeitig eine künstlerische Bilanz von 35 Jahren intensiver Vertiefung in diese Musik.
Zusammen mit dem WDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Andrew Manze entstehen Interpretationen, die bewusst mit den traditionellen Hörergewohnheiten brechen. Gerhardt versteht seinen Zugang als eine »Rückkehr zu den Quellen« – zu den Partituren selbst – und stellt damit die Frage nach dem sogenannten »richtigen« Zugang zu diesen Meisterwerken neu.
Seine konsequente Ausrichtung auf die Partitur führt zu teilweise ungewöhnlichen Tempi und Proportionen, die eine besondere Frische und Unmittelbarkeit entfalten und den detaillierten Vorschriften von Elgar und Dvořák näher kommen.
Ganz im Geiste von Gustav Mahler – »Tradition ist nicht die Verehrung der Asche, sondern die Bewahrung des Feuers« – lässt diese Aufnahme die Ausstrahlung zweier Meisterwerke erneut aufleuchten.





