Unsere Website wurde erneuert, gib selbst deine Veranstaltungen ein. Hast du einen Fehler gesehen? Schreib uns!

Klassik Zentral

Finsternis

Aufführende:

  • Thilo Dahlmann

  • Hedayet Jonas Djeddikar

Etikett:

  • Challenge-Rekorde
  • Erscheinungsdatum:  20/03/2026

Erhältlich bei

Darkness widmet sich der symbolischen Tiefe der Bass- und Bariton-Stimme als Vehikel zum Ausdruck existenzieller Fragen. Mit Werken von Robert Schumann, Hugo Wolf, Richard Strauss, Frank Martin und Johannes Brahms entfaltet das Album einen breiten emotionalen und spirituellen Raum, gekennzeichnet durch Themen wie Tod, Vergänglichkeit, Einsamkeit, Melancholie und letztendlich Transzendenz. Das Programm eröffnet mit Schumanns Requiem, das als Hommage an Nikolaus Lenau vorangestellt ist – als eine Art Motto: eine Verbindung von Schwere, Sehnsucht und ruhiger bekräftigender Melancholie. Von hier aus führt die Reise durch Werke, die oft in biografisch entscheidenden oder späten Phasen im Leben ihrer Schöpfer komponiert wurden. Wolfs Michelangelo-Lieder, kurz vor seinem psychischen Zusammenbruch komponiert, kreisen um Liebe, Hingabe und künstlerische Melancholie. Strauss' düster gefärbte Lieder spiegeln Rückgezogenheit, Einsamkeit und ein wehmütiges Einswerden mit der Natur wider. Frank Martins Sechs Monologe aus "Jedermann" schließlich führen zu einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit dem Tod und skizzieren eine moralische und spirituelle Transformation von Angst zu Demut und Glaube. Zusammen zeigen diese Werke Finsternis nicht als bloße Hoffnungslosigkeit, sondern als einen Raum zum Finden der Wahrheit. Gleichzeitig verbleibt das Album nicht im Schatten. Sowohl für Wolf als auch für Brahms verweisen die ausgewählten Stücke auf späte Schaffensphasen, in denen sich Ergebung und Versöhnung die Waage halten. Brahms' Vier ernste Gesänge, basierend auf biblischen Texten und sich des drohenden Verlusts bewusst, führen von einer erbarmungslosen Betrachtung der Vergänglichkeit zu einer abschließenden Bestätigung der Liebe als der größten menschlichen Kraft – und schließen damit den Bogen, der mit Schumanns Requiem eröffnet wurde. Im Laufe des Programms wird Trauer wiederholt in Akzeptanz verwandelt, Angst in Erkenntnis – erhellt durch das "sanfte kompositorische Licht", wie in den Liner Notes beschrieben. Darkness erscheint so als eine tiefgreifend menschliche Meditation: ein künstlerischer Pfad durch emotionale Abgründe hin zu Trost, spiritueller Klarheit und einer Liebe, die über Leben und Tod hinausweist.

Bleiben Sie informiert

Jeden Donnerstag versenden wir einen Newsletter mit den neuesten Meldungen unserer Website

Weitere aktuelle Veröffentlichungen

nlNLdeDEenENfrFR