Lodovico Ferronatis Kompositionen, die für die Cappella Musicale von Santa Maria Maggiore in Bergamo komponiert wurden, verwandeln venezianisches Handwerk in bürgerliche Frömmigkeit. Durch die Analyse von Manuskripten aus Bergamo, Wien und Dresden wurden zwei Motetten neben fünf Concerti wiederentdeckt: „Crudelis Herodes" und „En gratulemur hodie". Die streicherlastigen dreiteiligen Concerti mit klar definierten Ritornellen und gewagten Solopassagen erinnern an Vivaldi, sind aber keine Imitationen. Aufgenommen im Kloster von Astino, stellt diese Veröffentlichung ein lange verlorenes Kapitel der Bergamoer Musikgeschichte wieder her.





