Die Pianistin und Komponistin Cécile Chaminade nimmt einen besonderen Platz in der französischen Musik vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ein: Sie ist eine Persönlichkeit an der Schnittstelle von Salonkultur und formaler Disziplin, die klassische Klarheit mit ausdrucksstarker Wärme zu verbinden versteht. Tourneen in Frankreich und England, gefolgt von Begegnungen mit einem amerikanischen Publikum, machten sie zu einer Protagonistin des europäischen und transatlantischen Musiklebens. Ihre Karriere erklärt die Selbstverständlichkeit, mit der ihre melodische Erfindungsgabe in den Kammermusikwerken unmittelbar zugänglich ist, ohne dabei die sorgfältige Ausarbeitung der Form zu vernachlässigen.





