Wie habt ihr euch gefunden? Habt ihr euch während von Meisterkursen oder am Konservatorium kennengelernt, wart ihr vorher Freunde oder habt ihr ein bestimmtes Instrument gesucht, um gemeinsam zu musizieren?
Die Violinisten Ciska und Ludovic begannen ihr Violinstudium zusammen am Königlichen Konservatorium von Antwerpen und lernten sich dort gut als Freunde kennen. In dieser Zeit war Ciska gerade zusammen mit Klarinettist Emile, der in Brüssel studierte, und zusammen beschlossen sie, mit zwei weiteren Kommilitonen das Quintett von Mozart für das Fach Kammermusik einzustudieren. Von da an wurden die Samen gepflanzt, um als Gruppe zusammen weiterzugehen. Nach einigen Wechseln im Laufe der Jahre gesellten sich auch Karin Broeckhove und Jasmien Van Hauthem zum Ensemble hinzu.
Wie lange spielt ihr bereits zusammen? Und in welcher Region Belgiens hat das Ensemble seinen Sitz?
Das Firgun Ensemble existiert mittlerweile seit fünf Jahren. In dieser Hinsicht denke ich, dass wir für unsere Altersgruppe ziemlich einzigartig sind. Das Ziel ist es, als Musikerinnen und Performer ständig zusammen weiterzuwachsen. Wir wohnen derzeit alle in Gent, was es auch leicht macht, sich zu Proben zu verabreden, aber auch ebenso gut, um sich bei einem Glas Wein auszutauschen.
Was war eure Motivation, an diesem Wettbewerb teilzunehmen?
Da wir durch den Gewinn des Storioni-Wettbewerbs 2018 viele Chancen in den Niederlanden bekommen haben, suchten wir nach einer Möglichkeit, auch im eigenen Land Fuß zu fassen. Der Supernova-Wettbewerb ist die ideale Möglichkeit, durch diese gläserne Decke zu brechen und sich auf Podien in ganz Belgien zeigen zu dürfen. Wir hoffen, dass die Angebote einer Reihe von Konzerten der Anfang einer größeren Reihe von Rezitals in ganz Belgien sind!
Wie habt ihr das Repertoire bestimmt? Und wie spiegelt oder unterscheidet sich dieses Wettbewerbsrepertoire von eurem üblichen Repertoire?
Wir haben das Finale auf die gleiche Weise angegangen, wie wir ein Konzert angehen würden. Wir haben uns dafür entschieden, bekannte Werke, in diesem Fall den ersten Satz aus dem Klarinettenquintett von Brahms, mit unbekannten Perlen für unsere Besetzung zu kombinieren; die Rêverie Orientale von Alexander Glazunov und den letzten Satz des Klarinettenquintetts von Tristan Keuris. Bei einem Konzert würden wir auch immer mit einem eigenen Arrangement abschließen, daher haben wir das Publikum in De Singel noch mit einer Bearbeitung von Stings An Englishman in New York verwöhnt. Eine interessante Anmerkung ist, dass unser ständiger Arrangeur der Vater von Ludovic ist, Luc Bataillie.
Auf welchen Preis freut ihr euch am meisten und warum? Die Tournee, die Bühne des Klarafestival mit der Live-Radioübertragung oder die CD-Aufnahme?
Wir freuen uns riesig auf alle Preise und Chancen, die Supernova uns in den Weg stellt! Das sind allesamt Chancen, die enorm wichtig in der Entwicklung junger ehrgeiziger Ensembles sind. In BOZAR live im Radio zu spielen ist etwas, von dem jeder klassische Musikstudent während seiner Ausbildung träumt! Eine Konzerttournee durch die verschiedenen CC's gibt uns die Chance, ein großes Publikum mit unserem Ensemble, dem Repertoire und der Spielfreude bekannt zu machen, die wir gerne auf der Bühne ausstrahlen.