Montag, 18. Januar, gegen 16 Uhr, wurde ein Brand auf dem Dach des Palais des Beaux-Arts festgestellt, auf der Seite der Koningsstraat. Das Feuer brach bei einem der Kühltürme auf dem Dach aus und breitete sich zwischen Dach und Decke aus, was das Löschen besonders erschwerte. Die Feuerwehr war schnell vor Ort, und gegen 21:30 Uhr war der Löscheinsatz abgeschlossen. Der Brand hat sich nicht auf die umliegenden Gebäude ausgebreitet, und es gab keine Brandausbreitung ins Innere. Derzeit wird das Dach gesichert, um weitere Wasserschäden durch Regen zu verhindern.
BOZAR wartet weitere Gutachten ab, um eine korrekte Einschätzung des entstandenen Schadens und der Brandursache vornehmen zu können. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Schaden am Gebäude groß sein wird.Wir können jedoch bereits feststellen, dass der große Konzertsaal Henri Le Boeuf von Wasserschäden betroffen ist, hauptsächlich auf der rechten Seite vor der Bühne und an der Orgel. Der Musikdirektor Jérôme Giersé arbeitet mit den Experten zusammen, um den Schaden an diesem wichtigen Kulturgut so weit wie möglich zu begrenzen.
Was die Ausstellungen betrifft, ist vor allem der Ausstellungsbereich an der Koningsstraat betroffen. Die dort laufende Ausstellung Danser brut war glücklicherweise gerade abgebaut worden. Die Werke von Philippe Vandenberg. Molenbeek, die sich in den Antichambres an der Koningsstraat befanden, sind inzwischen evakuiert und werden genauer untersucht. Der andere große Ausstellungsbereich auf der Seite der Ravensteinstraat, wo derzeit Hotel Beethoven und Facing Van Eyck zu sehen sind, soll weitgehend verschont geblieben sein. Die Direktorin Ausstellungen Sophie Lauwers prüft zusammen mit ihrem Team, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen; die Sicherheit der Kunstwerke hat höchste Priorität.
Paul Dujardin, CEO und Generaldirektor von BOZAR: “Wir möchten unseren tiefen Dank an die vielen Feuerwehrleute aussprechen, die sich der Gefahr gestellt haben, um den Brand einzudämmen. Wir können gar nicht genug betonen, wie sehr wir die Unterstützung unseres Publikums, unserer Partner, unserer Mitarbeiter und der verschiedenen politischen Behörden in diesen traumatischen Tagen schätzen.” Das Gebäude und die Ausstellungen bleiben bis einschließlich 25. Januar geschlossen. Auch die geplanten Online-Veranstaltungen werden bis dahin ausgesetzt.