Ich entdeckte die 'Vespers' von Rachmaninov singend in einem Chor, und das Werk machte eine echte emotionale Wirkung auf mich! Diese Musik macht einen Eindruck von Natürlichkeit und 'Einfachheit', aber tatsächlich ist ihre Architektur komplex und innovativ für jene Zeit in der quasi-orchestralen Behandlung der Stimmen. Ich wollte das Werk in einen liturgischen Kontext stellen, den ich mir ausdachte, indem ich mich von den orthodoxen Zeremonien inspirieren ließ, bei denen ich in Russland und Rumänien anwesend sein durfte. Das besondere Merkmal und die Schönheit dieses Vigil-Gottesdienstes (der in den orthodoxen Kirchen sowohl Vespers als auch Matins umfasst) ist, dass er die Gebete der Gläubigen von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang begleitet.
— Simon-Pierre Bestion
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