Wie immer war es für alle Kandidaten, von der Vorauswahl bis zum letzten Finalabend äußerst anstrengend. Jeder, ob ausgewählt oder nicht, wünscht sich sicherlich den ersten Platz, und besonders heute Abend war es nicht nur um den ersten Preis selbst, sondern zum ersten Mal in der Geschichte erhält der erste Preisträger das berühmte Violoncello von Pablo Casals (1876–1973) und darf es vier Jahre lang spielen, um damit selbst meisterhaft zu musizieren, wie der große Meister. Welcher Cellist würde das nicht wollen? Es muss doch eine einmalige Erfahrung sein.
Wir wollen gar nicht in die öffentliche Debatte einsteigen, wer vielleicht besser den ersten Preis verdient hätte, wer nicht wirklich ins Finale gehörte und wer vielleicht besser hätte ausgewählt werden sollen… Sie kennen ja die jährlich wiederkehrenden Diskussionen. Sie sind immer interessant zu hören und zu lesen. Das ist alles Teil dieses Wettbewerbs, der zahlreiche Menschen bewegt und einbezieht, der emotional tief berührt. Der KEW ist mehr als nur ein Wettbewerb, er ist ein Ereignis, ein Event, über das noch Jahre später gesprochen und debattiert wird. »Erinnerst du dich noch? Der und jene… Ach ja, und dieser dann?«… Lassen Sie uns den KEW doch ehren und pflegen, er ist in unserer musikalischen DNA verankert, auch wenn dem Komponisten Béla Bartók (1881–1945) zufolge Wettbewerbe angeblich nur für Pferde sind.
Gilles Ledure, Vorsitzender des KEW, läutete die Glocke – ein echtes Ritual, das Stille erzwingt. Er hat die Ehre und das Vergnügen, die Preisträger von Platz 1 bis 6 und die sechs nicht rangierenden Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge auf die Bühne zu rufen. Die Spannung ist immer zum Schneiden, auch bei dieser Ausgabe… Auf zu weiteren 75 Jahren!
Die zwölf Preisträger in alphabetischer Reihenfolge
Andrew Ilhoon Byun – Clara Dietlin – Tae-Yeon Kim – Yo Kitamura – Leland Ko – Álvaro Lozano Cames – Lionel Martin – Krzysztof Michalski – Dilshod Narzillaev – Ettore Pagano – Ivan Sendetsky – Maria Zaitseva
Die Ergebnisse
Ettore Pagano –Erster Preis – Preis der Königin Mathilde – GROSSER INTERNATIONALER PREIS KÖNIGIN ELISABETH – € 25.000
Der erste Preisträger erhält zudem das Goffriller-Violoncello ‚Casals' für einen Zeitraum von vier Jahren als Leihgabe, dank der Pau-Casals-Stiftung.
Tae-Yeon Kim – Zweiter Preis, gestiftet von der Föderalen Wissenschaftspolitik (Belspo) – PREIS DER BELGISCHEN BUNDESREGIERUNG – € 20.000
Leland Ko – Dritter Preis – PREIS GRAF DE LAUNOIT – € 17.000
Álvaro Lozano Cames –Vierter Preis, dieses Jahr gestiftet von der Regierung der Französischen Gemeinschaft – PREIS DER GEMEINSCHAFTSREGIERUNGEN BELGIENS – € 12.500
Yo Kitamura –Fünfter Preis – PREIS DES BRÜSSELER HAUPTSTADTGEBIETS – € 10.000
Maria Zaitseva – Sechster Preis – PREIS DER STADT BRÜSSEL – € 8.000
Tae-Yeon Kim –Klara-Preis – Klara und VRT MAX laden ihre Hörer und Zuschauer ein, unter den Finalisten für ihren Lieblingskandidaten zu stimmen – € 2.500
Álvaro Lozano Cames –Prix RTBF Musiq3 – RTBF Musiq3, La Trois und Auvio laden ihre Hörer und Zuschauer ein, unter den Finalisten für ihren Lieblingskandidaten zu stimmen – € 2.500
Die sechs nicht rangierenden Preisträger erhalten jeweils € 4.000 MIT UNTERSTÜTZUNG DER NATIONALEN LOTTERIE
Andrew Ilhoon Byun – Clara Dietlin – Lionel Martin – Krzysztof Michalski – Dilshod Narzillaev – Ivan Sendetsky






