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Klassik Zentral

Wiedersehen mit Wim Brioen

Was im vergangenen Winter eine musikalische Hommage an den verstorbenen Paul De Ridder war – einen echten Musikliebhaber durch und durch – erhielt am Sonntag eine Fortsetzung und ist auf dem besten Wege, eine sympathische Tradition zu werden. Treibende Kraft ist sein Sohn Jan, dem es gelang, Paul in Richtung klassische Musik zu führen.

Armenisch

Für das Konzert in den Sälen von Schloss Battenbroek verband er Tradition mit neuen Erlebnissen. Wie gewohnt wurde Aram Grigorian engagiert. Eng befreundet mit Paul, bewies Aram sich der Familie gegenüber als großes Anliegen. Aber all die Jahre blieb er der Star, der in der Oper von Jerewan große Höhen erklomm. Aram zu sehen und zu hören, wie er singt, ist Entzücken pur. Seine Stimme kommt gleichsam aus unermeßlicher Tiefe. Sie ist warm, geschmeidig und vibriert. Begleitet wurde er von einer anderen Armenierin, Hasnil (bedeutet »Jasmin«) Manoukian. In Belgien vollendete sie ihre Klavierausbildung am Lemmensinstituut und in Brüssel. Trotz verschiedener Preise zog sie die ungewöhnliche Rolle der »Collaborative Pianist« der eines gewöhnlichen Begleiters vor. Das bedeutet, Musiker nicht einfach zu begleiten, sondern sie durch intensive Zusammenarbeit zu stärken und sie optimal zur Geltung zu bringen. Ihre professionelle Begleitung ermöglichte es Aram Grigorian, sein Repertoire von den traditionellen russischen Romanzen über Glinka bis hin zu Opernfragmenten aus Verdis »Simon Boccanegra« und »Macbeth« zu erweitern. Und abermals beeindruckten sein durchlebtes Körperspiel, seine Tiefe, seine Diktion und seine Hände, die Bände sprachen, auch alle, die des Russischen oder Italienischen nicht mächtig sind.

Wiedersehen

Die vielen Verbindungen, über die Jan De Ridder verfügt, führten zur Überraschung des Tages: Niemand anderes als Gitarrist Wim Brioen war aus dem französischen Indre – der Heimat von George Sand – angereist. Der Virtuose, der nach seiner Ausbildung in Lier, Antwerpen, Gent und bei Alexandre Lagoya Preise in Wettbewerben wie Tenuto und Pro Civitate sowie in Rio de Janeiro (Villa Lobos) gewann, der Könner, dem es gelang, seine Gitarre und das Carillon von Eddy Marién hoch oben im Türmchen von Busleyden erfolgreich zu koordinieren, war wieder in Mecheln! Er führte das Publikum durch die Geschichte der Gitarre. Bis sein Spiel unsicherer wurde, weniger präzise, und er damit aufhörte. Sein Neurologe hatte recht: keine Auftritte! Dennoch kam er zurück und kämpfte sich tapfer durch Tárrega, durch Villa Lobos und durch ein posthumes »Kuckuck«-Ständchen für Paul: eine Bearbeitung für Gitarre von Benoits Dritter Fantasie. Ein Duo mit Jan De Ridder in einem überraschenden konzertanten Rezitativ von Francisco Da Milano & Joanne Matelart beschloß den Kreis.
Letztes Jahr Pianist Ilya Maximov. Jetzt Manoukian und Brioen… Pauls Andenken ist in guten Händen.

Detalhes:

Título:

  • Wiedersehen mit Wim Brioen

Künstler:

  • Wim Brioen, Jan De Ridder, Aram Grigorian, Hasnil Manoukian

Ort:

  • Schloss Battenbroek, Mecheln

Datum:

  • 18. Januar 2026

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