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Klassik Zentral

Shapovalov Sessions: eigensinnige Musiker im Herzen von Gent

Shapovalov Sessions ist eine Initiative, die vor drei Jahren von den Pianisten Taha Posman und Bert Lasseel gegründet wurde, um sich selbst und Mitstudierenden eine regelmäßige Bühne zu bieten, um künstlerischen Fortschritt zu fördern und Bühnenerfahrung zu sammeln. Diese Sessions finden regelmäßig im gemütlichen Foyer des ehemaligen Kammermusikzentrums "De Rode Pomp" statt. 2009 stellte "De Rode Pomp" seinen Betrieb ein, aber vor drei Jahren wurde dem Projekt unter neuem Namen wieder Leben eingehaucht. Schnell zog die Initiative ein vielfältiges und engagiertes Publikum an und entwickelte sich zu einer festen Größe unter Konservatoriumsstudierenden in Gent und anderen belgischen Städten. Letzten Dienstag, 25. Februar, war die Konzertreihe bereits bei ihrer 26.sten Ausgabe angelangt, auf dem Programm stehen Lieder neben Kammermusik.

Bruder und Schwester, Elewout Acke (Klavier) und Marjolein Acke (Sopran) durften den Auftakt machen mit dem Lied "Allerseelen" von R. Strauss, gefolgt von G. Faurés "Chanson d'Amour", um mit dem witzigen "Blah, Blah, Blah" der Gebrüder Gershwin abzuschließen. Der Kontrast zum nächsten Werk hätte nicht größer sein können, denn Pianist Bert Lasseel brachte Teil 17 "Regard du silence" und 18 "Regard de l'Onction terrible" aus "Vingt Regards de l'Enfant Jésus". Lasseel ist ein ausgezeichneter Messiaen-Interpret, wann hören wir den kompletten Zyklus? Anschließend brachte Pianistin Maya Kuzouglu mit Leidenschaft die "Rhapsodie in h-Moll" (Op. 79) von Brahms zu Gehör, ein sehr technisches und ausdrucksstarkes Stück, das sowohl Kraft als auch Subtilität erfordert. Der erste Teil des Konzerts endete mit dem Allegro aus Beethovens "Dritter Cellossonate", hier beeindruckend aufgeführt von Bram van Loey am Cello und Renaat de Keyser am Klavier.

Nach der Pause konnte das Publikum wieder einige Lieder genießen. Sopranistin Miek Union gesellte sich zu Renaat de Keyser für eine Auswahl von Poulencs Liedern. Pieter Bellers spielte die akrobatische erste Prokofjew-Sonate, während Jano Wijnants eine mystische, ergreifende Atmosphäre mit Janáčeks "In the Mists" schuf. Das Konzert endete mit einer sublimen Aufführung von Faurés "Trio Opus 120" durch Trio Malatya: Yassine Posman (Klarinette), Jacob van Durme (Cello) und Taha Posman (Klavier). Sie können Trio Malatya bald in der Miry-Konzertsaal bei der Aufführung dieses Fauré-Trios zusammen mit Werken von Schönberg, Zemlinsky und Webern sehen.

Am 31. Januar 2025 wurde offiziell der Shapovalov Verein von Jacob Van Durme, Renaat De Keyser, Yassine und Taha Posman gegründet. Der Verein hat zum Ziel, über einen Zeitraum von drei Jahren ein Kammermusikfestival aufzubauen, das den eigensinnigen Charakter Gents mit jungen Musikern von internationalem Niveau vereint. Neben der Umsetzung dieses Festivals möchte der Verein Meisterkurse und damit verbundene Kulturveranstaltungen organisieren. Die Shapovalov Sessions werden immer ein fester Bestandteil des Festivals bleiben, um anfangende Künstler und neues Publikum miteinander in Kontakt zu bringen. Die vier Gründer des Vereins möchten ihre Musikerkollegen und Freiwilligen danken, ebenso wie das treue Publikum, das sie unermüdlich unterstützt.

Was darf man nicht verpassen?

  • 2. Mai: Shapovalov Orchestra Session, Musik von Mendelssohn und Schumann aufgeführt von engagierten jungen Musikern aus Belgien und darüber hinaus.
  • Eine enge Zusammenarbeit mit Quatre Mains während der Genter Festspiele.
  • Die nächsten drei Jahre mehrere separate Kammermusikkonzerte an verschiedenen Orten in Gent.

Detalhes:

Título:

  • Shapovalov Sessions: eigensinnige Musiker im Herzen von Gent

Künstler:

  • Trio Malatya

Ort:

  • Tussen't Pas 5, Gent

Fotografie:

  • Quirijn De Bosscher
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