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Klassik Zentral

MA Festival 2026: Brügge atmet wieder alte Musik

Jahr für Jahr ist das MA Festival ein fester Termin für Liebhaber alter Musik. Was einst als persönliche Entdeckung begann, entwickelte sich zu einer dauerhaften musikalischen Tradition voller Höhepunkte.

Es war gegen Ende des letzten Jahrhunderts, als ich als junger Kerl zum ersten Mal mit meinen Eltern zu Musica Antiqua Brügge ging. Ich erinnere mich noch lebhaft an die donnernden Posaunen des Gabrieli Consort bei einer Rekonstruktion einer Messe für den Dogen von Venedig. Nach diesem Konzert war ich jahrelang Feuer und Flamme. Die jährliche Pilgerfahrt nach Brügge bescherte mir immer wieder unvergessliche musikalische Momente.

Und nun, mehr als dreißig Jahre später, steht das MA Festival immer noch wie ein Haus. Obwohl alles ein wenig moderner aussieht – denken Sie etwa an die Website – bleibt der Geist der alten Musik fest bewahrt, mit gelegentlichen Ausflügen ins klassischere Repertoire. Nun ja, wer stillsteht, geht rückwärts, nicht wahr?

Das Festival beginnt am Freitag, den 31. Juli mit zwei Veranstaltungen. Das ist übrigens meist ein angenehmes Tempo: zwei Konzerte pro Tag, manchmal drei. Ideal, um einen ganzen Tag in dieser wunderschönen Stadt zu verbringen. Am ersten Tag können Sie ein Glockenspielkonzert genießen: Ein würdiger Auftakt, getragen von diesem imposanten Glockenturm, ist kaum vorstellbar. Wer sich lieber in Mozart vertieft, findet bei den Vorträgen der Davidsfonds sein Glück. Und wer sich sofort in barocke Klänge eintauchen möchte, dem steht das ausgezeichnete Ensemble Pomo d'Oro zur Verfügung.

Besonders an diesem Abend ist auch die neue Komposition Jünger als Jesus von Siebe Thijs, einer der ausgewählten jungen Komponisten der SOV Composers' Academy 2024–2025. Über dieses Werk ist noch wenig geschrieben worden, daher ist es durchaus möglich, dass wir in einem späteren Artikel näher darauf eingehen.

InALto in KonzertbesetzungDie folgenden Abendkonzerte sind ebenfalls von Namen geprägt, die bekannt klingen. Jiaxin Min lässt Couperin und Byrd auf überraschende Weise wieder auferstehen am Klavier. Das sublime Vox Luminis präsentiert ein Programm mit Bachmotetten – garantierter Hörgenuß. Es gibt auch einen Moment der Stille mit einer Uraufführung, in der Dichter Peter Verhelst und dem Lautenist Jurgen De Bruyn miteinander in Dialog treten.

Ein weiteres besonderes Programm ist Ich bin ihr Typus gewesen, um die Stimme der verstoßenen Frau, vorgetragen vom Ensemble Postskriptum und Sopranistin Elisabeth Hetherington. Am nächsten Abend ist dann {{NOTRANSLATE_4}} mit Memoriamor an der Reihe, ein Programm mit Musik von u. a. Crécquillon, in dem die Frage im Mittelpunkt steht, wie man einer verlorenen Liebe gedenken kann. Abschließend folgt dann das Abschlusskonzert am Abend, bei dem Le Consort laut Programm "dich aus den Socken haut" mit Musik von Vivaldi.

Harfenist Vincent KibildisSelbstverständlich ist das noch lange nicht alles. Das Festival bietet auch zahlreiche Morgen- und Nachmittagskonzerte mit u. a. The BanXhies, , Harfenistin Kibiłdis, Pseudonym, Thomas Langlois, Phaedrus, Cairn Consort und Cembalist Jean Rondeau. Letzterer sitzt zudem in der Jury der (Halb-)Finalkonzerte des Cembalowettbewerbs , worüber Sieauf dieser Website bereits mehr lesen konnten. Schließlich wäre das Programm unvollständig ohne die Erwähnung der Vorträge, des

Musiktheaters für Kinder und der Vélobaroque-Fahrradtour und der Vélobaroque-Radtour.

Dieses Jahr keine glänzenden Gabrieli-Posaunen für mich persönlich, aber mehr als genug Gründe, um mich erneut für einige musikalisch bereichernde Tage in Brügge zu entscheiden. Sichern Sie sich {{NOTRANSLATE_0}} rechtzeitig ab! Ihre Tickets zu sichern!

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  • MA Festival 2026: Brügge atmet wieder alte Musik
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