Erster Halbfinaltag – Nachmittag
Maria Zaitseva(geb. 2001 – Russische Föderation)
Programm
Leopold Hofmann (1738 – 1793) – Konzert in D Badley D3
Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, Dir. Vahan Mardirossian
Sie verfolgt einen sehr professionellen Ansatz und spielt mit großer Freude. Während des Konzerts hielt sie Kontakt zu den Orchestermusikern und dem Dirigenten, zu dem sie sich ständig umsah. Gute chromatische Balance, aber mangelnde Klarheit in anspruchsvollen Passagen. Es ist eine Spannung spürbar, als hätte sie während des Studiums ihre Grenzen überschritten, wodurch das Instrument den Künstler zu überwiegen scheint. Der Celliklang hätte voller sein können, was bereits in der ersten Runde aufgefallen war, wo sie die Neigung zeigte zu hetzen und zu wenig Vibrato bei Boccherini zu verwenden, wobei sie auch zu wenig Klarheit in der Lullaby zeigte.
Isaac Lottman (geb. 2003 – Niederlande)
Programm
Anton Kraft (1749-1820) – Konzert in C op. 4
Königliches Kammerorchester von Wallonien, Dir. Vahan Mardirossian
Lottman ist Student von Pieter Wispelwey. Er beeindruckt durch sein Charisma und seine Haltung als jemand, der Inspiration empfängt. Er verfügt über gute Kontrolle des Bogens und generell einen reichen Klang, aber es fehlt etwas Klarheit gleich zu Anfang und in den schnellen Passagen. Er besitzt künstlerische Freiheit und die Fähigkeit, sich zu erholen, sich neu zu orientieren, sich nach der Artikulation komplexer Passagen zu erholen und Ruhe und Klarheit zurückzufinden.
Anna Meipariani(geb. 2007 – Georgien)
Programm
Harold Noben (©1978) – Caffeine
Sergei Prokofjew (1891-1953) – Sonate in C op. 119
Ilonka Heilingloh, Klavierbegleitung
Voller Freude, Konzentration und Leidenschaft bildet sie eine Einheit mit dem Cello. Sie beeindruckt mit ihrer Sensibilität, Klangfülle und fantastischer Bühnenpräsenz. Sie strahlt Selbstvertrauen aus und spielt mit Wissen und Inspiration. Sie und das Cello scheinen sich gegenseitig zu ermutigen, das Beste aus sich selbst zu geben. Ausgewogenheit, Ruhe, Geschmeidigkeit in allen Techniken, gute Kontrolle über die Bogenbewegungen.
Álvaro Lozano Cames (geb. 2006 – Spanien)
Programm
Harold Noben (©1978) – Caffeine
Benjamin Britten (1913–1976) – Sonate C-Dur op. 65
Karl Davydov (1838-1889) – Abendstimmung op. 20/4
Karl Davidov – Bei der Fontäne op. 20/2
Naoko Sonoda, Klavierbegleitung
Er wird für seine vielseitigen Fähigkeiten, seine überzeugende Intonation und sein hervorragendes Rhythmusgefühl geschätzt, das sich besonders in den umfangreichen Pizzicato-Passagen zeigt. Er beherrscht alle Techniken mühelos: Staccato, Fingerwechsel, Pizzicato und kombinierte Techniken; er versteht es, die Intensität subtil zu variieren: Crescendo, Diminuendo... In Davidovs Abendrot wurde eine bezaubernde Atmosphäre geschaffen. Er zeigt handwerkliches Können beim Erkunden der Klangmöglichkeiten des Cellos.



