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Klassik Zentral

Ein Junge aus Samoa wird weltberühmter Tenor: Pene Pati

Rebecca Tansley drehte eine fesselnde Dokumentation über den zum Weltstar aufgestiegenen Tenor Pene Pati, der in einer singenden Familie aufwuchs, für die das Konzept „Oper" völlig unbekannt war.

Auf Samoa, seinem Geburtsland, wird sehr traditionell viel gesungen, aber Oper gehörte – oder gehört? – dort nicht dazu. Warum „gehörte"? Weil der junge Pene, begabt mit einer reichen, warmen, geschmeidigen, hohen Tenorstimme, die Oper mit La Bohème entdeckte. Die Todesszene von Mimì und wie ihr Geliebter Abschied nimmt? Das wollte Pene singen. Sein Entschluss stand fest: „Ich werde Opernsänger und singe diese Hauptrolle". Es ist nicht der erste Profimusiker mit Weltkarriere, dessen Eltern und Umfeld zu hören bekamen / bekommen: „Musiker? Bist du verrückt? Damit kannst du deine Familie nicht ernähren!" Auch Pene Pati musste das anhören, aber sein Wille? Der setzte sich durch.

Der Film erzählt die unglaubliche Geschichte des charismatischen samoanischen Opernsängers Pene Pati, der in Bescheidenheit aufwuchs und es bis auf die größten Opernbühnen der Welt schaffte. Das gelang keinem Samoaner vor ihm und schien unmöglich, aber ja, was ist unmöglich, zumal wenn man ein Durchsetzungstyp ist, auch ohne „westliche Disziplin"… Pene Pati gilt als die Opernentdeckung des Jahrzehnts 2015/2025. Covid-19 war natürlich ein Dämpfer – wie bei vielen – aber er konnte seine Karriere wieder vorantreiben. Von Anfang an wurde er mehrfach mit nicht anderem als Luciano Pavarotti (1935-2007) verglichen und dieser Vergleich ist berechtigt. Penes Gesang war ansteckend, besonders durch schnelle lokale Erfolge und sein Bruder Amitai, ein ebenso verdienstvoll begabter Tenor, sowie sein Cousin begannen als Trio in Samoa „Mama" vor ausverkauften Sälen zu singen.

Der Film zeigt Pene Patis bemerkenswerten Aufstieg von den Inseln Samoas im Pazifik, über South Auckland, Neuseeland, bis zu den größten Opernbühnen der Welt. Es ist ein Aufstieg, der für einen Jungen aus Samoa fast unmöglich schien, aber Menschen mit Ohren und den richtigen Kontakten gaben dem motivierten Pene die nötige Unterstützung. In diesem Film lernst du mehr als nur einen Sänger kennen. Du triffst einen wunderbaren Menschen. Sehr sensibel, emotional, ein Mann voller Liebe – nicht nur für seine Frau, sondern für seine Familie, seine Traditionen, seine Herkunft, sein Volk. Er hat ein faszinierendes Charisma, lacht ständig, zeigt Freundschaft und weint gewissermaßen mit „seiner" Bohème und vielem mehr.

Pene Pati und sein Bruder sind große Namen auf klassischen Bühnen und siehe da, auf Samoa ist Oper nicht mehr unbekannt. Pati, der eine sehr starke Bindung zur samoanischen Kultur hat und diese bewusst lebt und weitertragen möchte, teilt seinen Erfolg auffallend mit seiner Familie. Familie – das ist der Kern seines Volkes. Ein sehr schönes Merkmal, das zwar manchmal überhand nehmen kann, aber nun ja, überall ist „irgendwas" und Perfektion gibt es nicht in der Menschheit. Tansley zeigt viele Aufnahmen aus dem Familienleben von Pene Patis Zuhause und verwebt sie mit seiner Karriere. Das macht die Dokumentation zu einer lebendigen Geschichte und man fühlt sich beteiligt und manchmal gerührt. Viele Zuschauer werden sicherlich eine Träne wegwischen. Setz dich an deinen Laptop / PC und schau dir die Dokumentation an. Du wirst es nicht bereuen und freue dich auf diesen Tenor unter tausend.

Dokumentation von Rebecca Tansley (Neuseeland 2026, 80 Min.), ausgestrahlt von HD | ARTE

Detalhes:

Título:

  • Ein Junge aus Samoa wird weltberühmter Tenor: Pene Pati

Künstler:

  • Tenor Pene Pati

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