Ensemble Castor setzt seine gefeierten Reise durch die Klangwelt von Johannes Schenck mit dem zweiten Teil der Sonaten für Violine und Violone oder Cembalo, op. 7, hier in vollständiger Form als Weltpremierenaufnahme präsentiert, fort. Veröffentlicht 1699, erweist sich Opus 7 als ein schwindelerregendes Kompendium von Schencks kompositorischer Fantasie, in dem italienische Sonatenform, französische Tanzsuite und die ausdrucksstarke Freiheit des stylus phantasticus zusammen ein reich nuanciertes musikalisches Gewebe bilden.
Weit entfernt von der bescheidenen Behauptung, dass diese Werke "schnell für Anfänger" geschrieben wurden, offenbart die Sammlung ein tiefes künstlerisches Niveau, virtuose Zusammenspiel und eine nahezu unerschöpfliche Freude am Experimentieren, von erfinderischen Capriccios bis zur strahlenden Aria XVIII, die den Zyklus mit ihren sechs Variationen krönt.
Mit ihrer tiefen Auseinandersetzung mit der historischen Aufführungspraxis und ihrem subtilen Kammermusik-Dialog bringen die österreichischen Musiker von Ensemble Castor dieses außergewöhnliche Repertoire auf beeindruckende Weise zum Leben. Nach dem internationalen Erfolg des ersten Teils (jpc 12168647), der weltweit für seine Brillanz und stilistische Autorität gelobt wurde, setzt diese neue Veröffentlichung Schencks Genie noch stärker in den Spotlight – ein komponierender Virtuose, dessen Musik Grenzen und Modi übersteigt. In den Händen von Petra Samhaber-Eckhardt, Philipp Comploi und Erich Traxler entfaltet sich Opus 7 als lebendiger Dialog durch die Jahrhunderte: gewagt, elegant und unwiderstehlich ausdrucksstark.





