In seiner Dissertation an der Harvard University befasste sich der amerikanische Musikwissenschaftler Robert Levin mit Mozarts unvollendeten Werken. Er arbeitete Mozarts Skizze für die Amen-Fuge zu einer vollständigen Komposition aus. Der deutsche Dirigent und Spezialist für Sakralmusik Helmuth Rilling war so beeindruckt, dass er Levin bat, das gesamte Requiem zu überarbeiten. Die Uraufführung fand 1991 am 200. Todestag Mozarts statt. Wenn man die Süssmayr-Version gewohnt ist, wirken Levins Amen-Fuge am Ende des Lacrymosa und seine überarbeiteten Osanna-Fugen im Sanctus und Benedictus gelinde gesagt ungewöhnlich. An anderer Stelle tritt er eher als subtiler Restaurator in Erscheinung.





