Die kompositorische Karriere von Robin Stevens, geboren 1958 in Wales und heute in Manchester ansässig, lässt sich in zwei Phasen unterteilen, die durch eine Krankheitsphase getrennt sind. In der ersten Phase komponierte er hauptsächlich Kammermusik und Kirchenmusik für die Gemeinde, in der er tätig war. Nach seiner Genesung entwickelte er ein Interesse für größere Formen und schrieb drei umfangreiche Konzerte und eine Reihe weiterer Orchesterwerke.
Stevens' großangelegtes, vierteiliges Cellokonzert ist eine Art jüngerer Cousin von Brittens Cellosymphonie, in dem das Orchester einen kaleidoskopischen Dialog mit dem Solisten führt, wobei die Stimmungen von humorvoll bis heroisch reichen. Auf diesem Album wird es zwischen einem charmanten Orchesterminiatürchen „Oceanic Lullaby" für Oboe und kleines Orchester und einem suchenden symphonischen Gedicht „Into the Deep" eingeklemmt. In allen drei Werken sorgt Stevens' meisterhafte Beherrschung der Orchestertimbren dafür, dass sich der musikalische Diskurs wie ein stummes Drama entfaltet.





