Nach seiner Erkundung der Gran Partita (Vol. 1, jpc 12167970) öffnet Nicolas Baldeyrou in diesem zweiten Teil die Türen zur Konzertmusik. Das Programm zeigt die zwei Gesichter Mozarts: das jugendliche, alles bezwingende Genie seiner Pariser Zeit und der hochragend virtuose Meister des letzten Jahres seines Lebens in Wien – zwei Phasen, die durch sein überwältigendes Verlangen vereint werden, das Instrument zum "Singen" zu bringen. "Die Aufführung dieser bedeutenden Werke auf historischen Instrumenten ist keine nostalgische Übung, sondern ein Versuch, die akustische Authentizität der Musik wiederherzustellen", sagt Baldeyrou. Für das Konzert ist die Verwendung einer Kopie der historischen Bassettklarinette wesentlich, um die melodische Linie, Tessiturlage und Klangfarben zu reproduzieren, die Mozart forderte. Während die moderne Klarinette den Klang "homogenisiert", bietet die historische Bassettklarinette eine unendliche Klangpalette. Zusammen mit der Akademie Köln und führenden Solisten spielt Baldeyrou mit der inneren Zerbrechlichkeit des Instruments, wobei jede Note geformt wird, um uns so nahe wie möglich an den endgültigen kreativen Impuls des Komponisten zu bringen.





