Henrique Oswald war wohl der europäischste aller brasilianischen Komponisten, da er einen großen Teil seines Lebens in Italien verbrachte und auch Einflüsse aus Frankreich und Deutschland aufnahm. Oswalds Musik behält immer einen lyrischen Charakter mit einer besonderen Eleganz und Ausstrahlung, was auch in der Sinfonietta zu hören ist. Das ausdrucksstarke "Elegia", ursprünglich für Cello und Klavier komponiert, ist dem Andenken eines Freundes gewidmet. Mit seinen Kontrasten zwischen Dunkelheit und Licht wird die Symphonie als Oswalds größter Orchestererfolg und als eines der wichtigsten Werke der brasilianischen Orchesterliteratur betrachtet. Das Philharmonische Orchester von Minas Gerais wurde 2008 gegründet und hat sich zu einer der erfolgreichsten Kulturinstitutionen Brasiliens entwickelt. Unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Fabio Mechetti hat das Orchester zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten, darunter den Grande Premio Concerto 2015, und hat wesentlich zur Reihe "The Music of Brazil" beigetragen, darunter Symphonien von Lorenzo Fernandez auf einem Album, das von Diapason für seine "intensive klangliche Energie" gelobt wurde. Fabio Mechetti ist seit der Gründung Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters von Minas Gerais. Unter seiner Leitung hat das Orchester zahlreiche Preise gewonnen, neun Alben aufgenommen und Tourneen durch Südamerika unternommen. 2014 wurde er zum Generalmusikdirektor des Malaysischen Philharmonischen Orchesters ernannt. In den USA leitete Mechetti 14 Jahre lang das Jacksonville Symphony Orchestra, dessen Ehrendirigent er nun ist.





