Mit "Goyescas" präsentiert Pianistin Charlotte Hu ein Album, das den gleichnamigen Zyklus von Enrique Granados mit zwei Stücken aus seinen "12 Danzas españolas" verbindet. Granados' "Goyescas" gilt als ein Zentralwerk der spanischen Klavierliteratur. Der Komponist ließ sich von den Gemälden von Francisco de Goya inspirieren und nutzte diese, um eine sechsteilige Suite zu schaffen, in der verschiedene Charaktere und Stimmungen nebeneinander gestellt werden. Das Spektrum reicht von der tänzerischen Geste von "Los requiebros" über die lyrische Entfaltung von "La maja y el ruiseñor" bis zum dramatischen Höhepunkt von "El amor y la muerte". In ihrer Interpretation legt Charlotte Hu besonderes Augenmerk auf die Verbindung von Virtuosität und erzählerischem Detail, die Granados' musikalische Sprache auszeichnet. Dabei unterstreicht sie sowohl die moderne harmonische Entwicklung des Werkes als auch die spezifisch spanische Ausdruckswelt. Das Programm wird ergänzt durch zwei Tänze aus den "12 Danzas españolas": das introspektive Nr. 2 "Oriental" und das rhythmische Nr. 5 "Andaluza". Beide Stücke zeigen in konzentrierter Form Granados' Umgang mit folkloristischen Elementen, melodischer Erfindungsreichtum und charakteristische Klangfarbe.





