Gut 10 Jahre sind seither vergangen, seit die Brüder Avanesyan (Violine und Cello) und der Pianist Khachatourian im Rahmen der damaligen hervorragenden Konzertreihe 'Podium Jong Talent' auftraten, organisiert von Carlo Schreiber in DeSingel (Antwerpen). Sie standen damals noch vor ihrem großen internationalen Durchbruch. Ein kleines Publikum lernte hochbegabte Künstler kennen. Nun gibt es eine neue Aufnahme mit Violinsonaten von Johannes Brahms und die musst du dir unbedingt ins Haus holen…
Ob wir die CD vielleicht etwas Aufmerksamkeit auf Klassiek Centraal schenken könnten, so lautet die höfliche und bescheidene Bitte. Ashot Khachatourian fragt es vorsichtig. So kommt ein ganzes Gespräch zustande, das sich mehr um seinen unersetzlichen Mentor, das portugiesische Pianowunderkind Maria João Pires dreht als um die CD und um ‚das' Konzert, genau! Plötzlich kommt es aus der menschlichen Festplatte hervor. Ihr! Jawohl. Brahms? Schickt die CD doch einfach rüber… Der armenische Geiger Der armenische Geiger Hrachia Avanesyan hat eine starke Bindung zu unserem Land aufgebaut, wohin er mit 17 Jahren kam und am Königlichen Brüsseler Konservatorium sowie später in der Musikkapelle Königin Elisabeth studierte. Ashot Khachatourian, verwandt mit dem Komponisten, ist ebenfalls Armenier und gleichermaßen unserem Land verbunden, von wo aus er die Welt bereist, um Konzerte als Solist, Begleiter oder Mitglied eines Kammermusikensembles zu geben. Die Kammermusik von Johannes Brahms (1833-1897) gehört zu dem Schönsten und Intimsten aus seinem reichhaltigen Œuvre. Es ist schwer vorstellbar, wie er sich in der Ausdrucksweise zwischen der lieblichen, honigsüßen Sonate Nr. 1 Op. 78 und der Sonate Nr. 3 Op. 108, die viel energischer und widerspenstiger ist, entwickelt hat. Irgendwie offenbaren sich geniale Künstler in ihren Werken. Bewusst? Unbewusst? Man könnte Seiten an Text darüber schreiben, aber wie sehr wir auch darüber nachdenken und filtern, möglicherweise liegen wir völlig falsch, denn es gibt nur einen, der es wissen konnte und selbst dann… Jedenfalls ist es wunderbare Musik, die viel zerbrechlicher ist, als man vermuten würde. Nur die besten Musiker können diese Sonaten angemessen aufführen und ob das bei diesem Duo der Fall ist!1.000 Worte können vielleicht vieles ausdrücken und beschreiben, aber es bleibt immer schwierig, etwas Vollkommenes so zu beschreiben, dass man als Leser die Aufführung gleichsam schon hört. Diese Aufführung berührt, besonders die erste Sonate. Die zweite und dritte haben mehr Charakter, mehr Überzeugung, führen aber ebenso tief in die emotionale Welt der menschlichen Seele. Offenbaren beide Musiker sich selbst auch so wie Brahms mit diesen Werken?
Die Kammermusik von Johannes Brahms (1833-1897) gehört zum Schönsten und Intimsten seines reichhaltigen Schaffens. Es ist schwer vorstellbar, wie er sich in der Ausdrucksweise zwischen der lieblich, honigsüß einsetzenden Sonate Nr. 1 Op. 78 und der Sonate Nr. 3 Op. 108, die wesentlich energischer und aufmüpfiger ist, entwickelt hat. Auf irgendeine Weise offenbaren sich Genies in ihren Werken. Bewusst? Unbewusst? Man könnte kilometerlange Texte darüber schreiben, aber was immer wir auch davon denken und interpretieren mögen, wir könnten damit total daneben liegen, denn es gab nur einen, der es wissen konnte, und selbst dann… Jedenfalls ist es wunderbare Musik, die viel zerbrechlicher ist, als man vermuten könnte. Nur die besten Musiker können diese Sonaten gebührend aufführen – und ob das bei diesem Duo der Fall ist!
Sonate Nr. 1 in G-Dur, Op. 78
Sonate Nr. 2 in A-Dur, Op. 100





