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Rezensionen

Rezension: Stella Maris – Lobgesang auf Maria

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· 3 Min. Lesezeit
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Rezension: Stella Maris – Lobgesang auf Maria
© Chris Verbeeck, Fernand Verreth

Am Sonntagmittag 1. Juni wurde in der Mecheler Hanswijkbasiliek das "Abschlusskonzert des Wonnemonats" mit dem Titel "Stella Maris – Ode an Maria" organisiert. Aus den Niederlanden begrüßte man für dieses Besinnung­skonzert das Goylants Kamerkoor u.L.v. Bas Groenewoud und das Bläserensemble Alta Capella Vianensis.

Während der Begrüßungsrede erklärte Kanoniker Steven Wielandts, warum „Stella Maris" noch immer brisant aktuell ist: Wir alle leben auf dem Meer, wo uns bald Stürme, bald ruhige Wellen begegnen. Maria bildet dabei als „Stern des Meeres" noch immer ein Licht für jeden von uns. Zwischen den verschiedenen Teilen trugen Ireen Van Praet und Fernand Verreth Besinnungstexte vor. Der fesselnde Text „Mutter eines aufmüpfigen Sohnes" des Therapeuten Hendrik Van Moorte kann selbst einen Ungläubigen ansprechen.

Das Goylants Kamerkoor wurde 1967 in Hilversum gegründet, um den Gesang in der dortigen protestantischen Kirche zu fördern und zu unterstützen, entwickelte sich aber allmählich zu einem eigenständigen vollwertigen Kammerchor, der heute aus etwa 25 Sängerinnen und Sängern besteht.

Im Laufe der Jahrhunderte hat Maria, die Mutter Gottes, unzählige Komponisten zu wunderschönen, einprägsamen Vertonungen verschiedener Mariahymnen inspiriert. Das Goylants Kamerkoor brachte an diesem Mittag Lobgesänge an Maria aus allen Himmelsrichtungen unseres Kontinents in Chorwerken, die sich über fünf Jahrhunderte erstrecken. Eine Entdeckung für mich war das „Ave Maria" von T. Dubois, das mit einem schönen Sopransolo und Orgelbegleitung durch Richard Vos nach mehr von diesem Komponisten schmeckt. Auch „Lūgšana" von R. Dubra, ein Gebet nach Psalm 25, ist ein Stück, das ich noch anhören werde. Selbstverständlich erklangen auch bekannte und beliebte Werke wie das „Ave Maris Stella" von E. Grieg, das „Ave Maria" von A. Bruckner und das „Salve Regina" von F. Poulenc. Besonders war die Aufführung von „A Hymn to the Virgin" von B. Britten.

Der Kammerchor zeigte, dass er sich nicht nur in der Polyphonie auskennt, sondern auch seinen Weg in der Romantik und in zeitgenössischen Werken findet.

[caption id="attachment_43872" align="alignleft" width="300"] © Fernand Verreth[/caption]

Das Bläserensemble Alta Capella Vianensis ist ein junges Ensemble, das 2020 in Vianen gegründet wurde. Eine „alta" geht auf Bläserorchester zurück, die vom dreizehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert überall in Städten auf dem europäischen Festland vorkamen. Der Kern besteht aus einem Zinkenspiel­er und drei Posaunisten. Die Musiker spielen auf (Kopien) von historischen Instrumenten. Das Ensemble leitete jeden der drei Konzertteile ein, wobei neben Werken von F. Cavalli und J.S. Bach besonders die Bearbeitung für Bläser des „Ave Verum Corpus" von W. Byrd zu Herzen ging.

Bläserensemble und Kammerchor brachten auch gemeinsam zwei mehrstimmige Werke. Unter der Kuppel der Basilika kamen beide wunderbar zur Geltung. Das „Beata es Virgo Maria" von G.P. da Palestrina erhielt die Erhabenheit, die es verdient. Ein festlicher Höhepunkt eines inspirierenden Mittags war das Motett „Jubilate Deo" von P. Philips.

Jeder Besucher des Konzerts kann auf einen erfüllten Mittag zurückblicken, an dem sowohl Wort als auch Musik zum Nachdenken stimmten.

Details

Wer
Goylants Kamerkoor o.l.v. Bas Groenewoud Blaasensemble Alta Capella Vianensis Richard Vos, organist
Wo
Onze-Lieve-Vrouw van Hanswijk, Mechelen
Gesehen am
1 Juni 2025
Bildnachweis
Chris Verbeeck, Fernand Verreth
Tags concert
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