Zum Inhalt springen
Dit is een volledig nieuwe website, vond u een bug, stuur ons een email op bestuur@klassiek-centraal.be
Automatisch übersetzt · Original
Rezensionen

MAfestival Brugge: Cherchez Mélisande

L
· 3 Min. Lesezeit
Diesen Artikel teilen
MAfestival Brugge: Cherchez Mélisande

Das MAfestival in Brugge drehte sich dieses Jahr um die Frau – mit dem aussagekräftigen Titel „Cherchez la femme". Diese Frau konnten wir sowohl unter den Komponisten als auch unter den Ausführenden oder Zentralfiguren der programmierten Werke treffen. Im Falle von Debussys Oper Pelléas et Mélisande war der Anlass doppelt: der Geburtstag von Claude Debussy und die Protagonistin Mélisande.

Szenische Schlichtheit

Die Produktion der Adaption der Oper von Claude Debussy durch Marius Constant mit dem Titel „Impressions de Pelléas" wurde ursprünglich beim Novecento festival 2017 in Leuven aufgelegt. Es war jedoch eine sehr gute Idee des MAfestivals, sie im Concertgebouw noch einmal einen Platz zu geben in dem Jahr, in dem der hundertste Jahrestag von Debussys Tod gefeiert wird. Die Oper wurde natürlich gekürzt, aber der wichtigste Eingriff ist die Adaption zur Kammermusikversion mit zwei Klavieren.

Es scheint ein Meisterstreich von Marius Constant zu sein, die Orchesterversion in eine Klavierpartitur umzuwandeln, mit großem Respekt vor Debussys Kolorit. Stellen Sie dann zwei Pianisten an den Klavieren auf wie Jan Michiels und Inge Spinette (Duo Yin-Yang) und das Ergebnis ist eine subtile Aufführung mit ausgezeichneter Affinität zur Atmosphäre von Debussys symbolistischer Oper. Zumal sie auf dem Flügel mit aufrechten Saiten, kürzlich vom Klavierbauer Maene entworfen, musizierten.

Für die szenische Produktion zeichneten Klaas Verpoest, Dimitri Stuyven und Pieter Bergé verantwortlich. Szenisch beschränkte sich die Aufführung auf ein durchsichtiges Netz, hinter dem sich die Charaktere in Halbdunkel befanden und mit geschickter Beleuchtung im Vordergrund traten. Auf die Kulisse wurde der gesungene Text projiziert, wobei verschiedene Typografien verwendet wurden (wie manchmal in einem Kinderbuch). Diese Textprojektion kam der Verständlichkeit sicher zugute, aber für diejenigen, die mit der Oper vertraut sind, war sie manchmal auch störend. Und unnötig, da die Sänger ihre Partien mit ausgezeichneter Diktion vortrugen. Aber der Text ist in jedem Fall sehr wichtig in der musikalischen Prosodie und daher war diese Wahl in jedem Fall zu rechtfertigen.

Wer ist Mélisande?

Es war eine naheliegende, aber schwer zu beantwortende Frage von Stef Grondelaers in seinem Gespräch mit Jan Michiels und Inge Spinette als Einleitung zur Aufführung. Nach der Aufführung und dank der sublimen Interpretation von Lore Binon bin ich geneigt zu antworten: Mélisande ist Lore Binon! Ihre zierliche Erscheinung (in einem wunderschönen Art-Déco-Kleid), ihre feinfühlige, aber so nuancierte und subtil geführte Stimme macht sie zu einer authentischen rätselhaften und sanften Frau, mit der man sich mit Mélisande identifizieren kann. Eine Frau, die unfassbar und unantastbar ist, aber durch ihre Geheimnisvollheit fasziniert.

Sie war von dem umgeben, was wir einfach als einen Top-Cast belgischer Sänger bezeichnen können. Tenor Yves Saelens sang Pelléas mit seiner lyrischen samtvollen Stimme, die auch den dramatischen Momenten schöne Akzente gab. Auch die anderen Sänger (Ivan Thirion - Golaud, Angélique Noldus - Geneviève, Tijl Faveyts – Arkel und Camille Bauer - Yniold) waren ausgezeichnet in ihren Partien. Sänger, deren Karriere es wert ist, zu verfolgen. Erwähnen wir zum Beispiel den Auftritt von Tijl Faveyts als Sarastro bald in der Eröffnungsproduktion der Muntschouwburg (September 2018).

Auch für diese Art von Kammer-Aufführungen erweist sich die Akustik des Konzertsaals in Brugge als ideal und da der Saal gut gefüllt war, war die Atmosphäre optimal und der Applaus zu Recht ausgiebig.


  • WAS: MAfestival „Cherchez la femme" - Pelléas et Mélisande von Claude Debussy
  • WER: Lore Binon, Yves Saelens, Duo Yin-Yang (Inge Spinette und Jan Michiels), Ivan Thirion, Angélique Noldus, Tijl Faveyts und Camille Bauer
  • WO & WANN: Concertgebouw Brugge, 16. August 2018
  • FOTOS: mt
Diesen Artikel teilen
DE