Vierter Halbfinaltag - Nachmittag
Léo Ispir
Programm
Leopold Hofmann – Concerto in D major Badley D3
Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, dir. Vahan Mardirossian
Léo Ispir zeigt die enorme Entschlossenheit, die zweifellos der Grundlage seiner Vertiefung in das Konzert von Hofmann zugrunde lag, wodurch er nun seine Cellokunst mit scheinbarer Mühelosigkeit zum Vortrag bringt. Während wir ihn während des Rezitals noch mit einer gewissen Wettkampfspannung kämpfen sahen, ist diese nun verschwunden, und er spielt mit unglaublichem Komfort und Geschicklichkeit die anspruchsvollsten Passagen – auf die wir mit Spannung warteten.
Jiaxun Yao
Programm
Leopold Hofmann – Concerto in D major Badley D3
Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, dir. Vahan Mardirossian
In ihrer mitreißenden Aufführung bringt Jiaxun Yao das Konzert von Hofmann mit viel Gefühl und schönem Klang zum Vortrag, aber ich fürchte, dass sie von der Jury wegen ihrer wiederkehrenden Mängel in der Bogentechnik hart beurteilt wird, die auf eine Bruchsekunde der Unsicherheit in der rechten Hand zurückzuführen sind. Während dieser Sitzung erklang ein zusätzliches Scherzo, das nicht beabsichtigt war, was für sie angesichts des Wettkampfergebnisses schade ist.
Programm
Harold Noben – Caffeine
Franz Schubert - Sonate in D 821
Krysztof Penderecki - Capriccio per Siegfried Palm
Anna Naretto, Pianistin
Lionel Martin gibt eine neue Definition und Inhalt der künstlerischen Freiheit und verschiebt die Grenzen dessen, was auf einem Cello möglich ist, wobei er auf technischer Ebene beträchtliche Innovationen durchführt. Dies zeigt sich besonders im letzten Stück, dem Capriccio von Penderecki, das in scharfem Kontrast zu Schuberts Sonate steht, die reich an romantischen, inspirierenden Themen ist, die er mit gebührende Gefühl interpretiert. Unabhängig vom Ergebnis des Wettbewerbs wird er wegen dieser äußerst ausdrucksstarken virtuosen Leistung und des künstlerischen Eindrucks in Erinnerung bleiben.
Yo Kitamura
Programm
Harold Noben – Caffeine
Francis Poulenc - Sonate für Cello und Klavier FP 143
Julius Klengel - Scherzo op. 6
Naoko Sonoda, Klavier
Wie in den vorherigen Sitzungen spielt er voller Freude und Selbstvertrauen und bewahrt während des Spielens des gut einstudierten Repertoires eine ruhige Haltung. Mit seiner Interpretation geht er auf persönliche Weise mit dem erforderlichen Repertoire um, während alle Probleme des Wettbewerbs erfolgreich gelöst werden, wodurch sowohl seine eigenen Möglichkeiten als auch die seines Cellos voll zur Geltung kommen.
