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Rezensionen

Accio Piano Trio Salzburg

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· 3 Min. Lesezeit
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Accio Piano Trio Salzburg

Ein bisweilen sonorer, dann wieder federleicht perlender Klavier, durchlittener Gegensang der Violine, ein effizienter Violoncello... Mit diesen Zutaten für ein erträumtes Piano Trio zwangen Christina Scheicher, Clemens Böck und Anne Keckeis, zusammen das Accio Piano Trio Salzburg, eine volle Predikherenkerk zum aufmerksamen Zuhören und dankbarem Applaudieren. Manchmal konnte ein schüchterner Applaus das Ende eines Werkes nicht abwarten. Aber was willst du? In Bozar und mit dem Elisabethwettbewerb ist das Publikum in demselben Boot krank.

Die Accios brachten nicht alle gleich zugängliche Musik

Es begann mit einem 'Sonatensatz' eines 15-jährigen Franz Schubert (1797-1828). 'Die Forelle', 'Der Tod und das Mádchen', 'Rosamunde', die bekommen wir mehr als uns lieb ist zu hören. Aber dieses herrliche ALLEGRO von kaum zehn Minuten aus dem Trio D.28 klang zu Unrecht unbekannt in vielen Ohren. Eine Melodie zum Dahinschmelzen setzte den Ton für Werke aus der Zeit von Mozart und Haydn. Und diesen Zeitgeist respektierte dieses junge Trio vorbildlich. Sie kommen nun einmal aus Salzburg, wo sie an der Mozarteum Universität ihr Diplom machten.

Unterstützung durch die Stiftung Jehudi Menuhin -Live Music Now-, ein erstes Auftreten im Wiener Konzerthaus, Auftritte im Palais Mirabell und ein Debütkonzert im Mozarteum mit dem berühmten Sänger-Moderator Rolando Villain, eine Auswahl, um Österreich als Kulturbotschafter weltweit zu repräsentieren... das muss man sich erst verdienen!

Auch Mozart stand auf dem Programm, zwar mit Klaviertrio KV 442, ein Sammelsurium von drei unvollendeten Manuskripten, die Witwe Konstanze zu Geld machen wollte und die, so charmant auch immer, trotz der Kunstfertigkeit des Abbé Maximiliaan Stadler, nicht die Wirkung haben von dem, was wir von Mozart gewohnt sind.

Von Österreich ging es nach Böhmen, vom 18. ins 19. Jahrhundert

Der erste der fünf 'Bergerettes' von Bohuslav Martinŭ machte sofort klar, dass Martinŭ der Romantik entwachsen war: unter holperigen Rhythmen, herausfordernden Dissonanzen und einem höllischen Tempo verbarg sich eine Poesie, die der tschechischen Volksmusik zu eigen ist und die sich nur in der schmachtenden Melodie des Mittelsatzes manifestierte. Diesen Kontrast brachte das Trio schön hervor.

Sahnehäubchen war das so populäre 'Dumky-Trio' von Dvorak: eine halbe Stunde aufgetürmter Gefühle. Und diese können auf viele Arten geäußert werden. Während der aktuelle Melomane immer mehr mit lodernden romantischen Versionen konfrontiert wird, entschieden sich die Accios für einen nüchternen, verhaltenen Zugang. So blieben sie der Eigenart einer 'duma' treu: eine trübsinnige Volksballade und blieben sie weit weg von der Ausgelassenheit der Ungarischen Tänze und von der überwältigenden Lebensfreude eines Komponisten, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand.

Diese Zurückhaltung passte perfekt zu der Ehrung, die Alfons Deleus dem Fürsten Anton II Esterházy de Galántha entgegenbrachte, dem 13. Nachkommen in direkter Linie der ungarischen Magnatensippe, die Mäzen von Haydn, Mozart und Beethoven war. Während der wohlwollende Fürst als Mentor, moralische Stütze und guter Freund der Organisatoren Alfons Deleus und Marie-Jeanne Lambrechts fast jährlich interessiert Konzerte besuchte, musste man sich jetzt mit seinem Foto begnügen, denn er starb, fast 89 Jahre alt, Ende September nach langer Krankheit.

Details

Wer
Christina Scheicher, Clemens Böck en Anne Keckeis, samen het Accio Piano Trio Salzburg
Wo
Predikherenkerk, Mechelen
Gesehen am
12 Oktober 2025
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