Licht
Unter dem Motto 'O gladsome light', eine Komposition aus dem Genfer Psalter von Louis (Loyis) Bourgeois aus dem 16. Jahrhundert, wurde es zu einer beruhigenden Eintauching in Sprachen und Kulturen von überall. Auch das Eröffnungsstück stand im Zeichen des Lichts: für die 'Lamp-Lighting Psalms' stützte sich Benedict Sheehan, Dirigent, Komponist, Arrangeur und führende Figur der orthodoxen Chormusik in den USA, auf die Vesper des byzantinischen Ritus. Auch aus dem byzantinischen Ritus stammten das schöne authentische Mariengebet 'Bogoroditse Dievo' und das 'Trisagion', eine Reihe von drei Anrufungen, die dreimal wiederholt werden.
Von Byzanz ging es zum französischen Begegnungszentrum Taizé mit 'Dans nos obscurités' von Jacques Berthier (1923-1994). Arvo Pärt ('Vater unser'), Charles Purday (Schottland, 1799-1885), Theologe und Dichter Huub Oosterhuis, Marco Frisina (ca. 1954), Eriks Esenvalds (ca. 1977), ja, sogar Jean Sibelius ('Be still, my soul') waren dabei.
Ein Höhepunkt all dieser Andacht war die Bearbeitung, die der norwegische Komponist und Pianist Ola Gjeilo (ca. 1978) von dem lateinischen Text aus Salomons 'Hohelied' 'Tota Pulchra es' machte und sie in 'Northern Lights' umbenannte.
Nicht zufällig die Zugabe für die etwa 300 Zuhörer, die das Ensemble 'À Choeur Joie' 'mit Freude' enthusiastisch dankten.



