Bereits vor der letzten Produktion dieser Saison, Rachmaninov-Troika im Juni, zieht die Münze ins Kino Marivaux um. Im vertrauten Saal am Münzplatz werden Renovierungsarbeiten durchgeführt, die bis zum Frühling 2016 dauern werden. Man weicht auf Standorte aus, von denen Peter de Caluwe hofft, dass sie "Künstlern und Publikum dennoch den nötigen Komfort" bieten werden.
Bereits vor der letzten Produktion dieser Saison, Rachmaninov-Troika im Juni, zieht die Münze ins Kino Marivaux um. Im vertrauten Saal am Münzplatz werden Renovierungsarbeiten durchgeführt, die bis zum Frühling 2016 dauern werden. Man weicht auf Standorte aus, von denen Peter de Caluwe hofft, dass sie "Künstlern und Publikum dennoch den nötigen Komfort" bieten werden.
Diese Behinderung und der Umgang mit Sparmaßnahmen hat nach Ansicht des Intendanten mit einigem Aufwand dennoch ein Programm ermöglicht, das "aus-gezeichnete" Qualität bietet. Eine Reihe neuer Namen bei Regisseuren und Dirigenten kann sicherlich die Neugier wecken: Damiano Michieletto, Richard Brunel und Alejo Pérez, um nur diese zu nennen. Daneben kehren bewährte Größen wie Robert Carsen (Neuinszenierung von Mozarts Mitridate) und die Dirigenten Jérémie Rohrer und Christophe Rousset zurück.
Das Opernprogramm setzt auf Leichtigkeit und besonders auf Populäres mit Donizettis L'Elisir d'amore in der Königlichen Zirkus. Dort wird auch die tragédie lyrique La Vestale von Gaspare Spontini (1774-1851) präsentiert: ein noch seltener aufgeführtes Werk aus der Blütezeit der Belcanto. Der Komponist verbrachte einen großen Teil seines Lebens in Paris und die Münze präsentiert die französische Fassung, die 1807 in Paris uraufgeführt wurde. In den Hallen von Schaarbeek wird Powder her face des zeitgenössischen britischen Komponisten Thomas Adès präsentiert. Auch im Palast der Schönen Künste finden Aufführungen statt, wie ein halbszenisches Hänsel und Gretel von Humperdinck, ein konzertantes Adriana Lecouvreur mit Dirigent Evelino Pidò und eine Rarität von Anton Rubinstein, Demon, ebenfalls konzertant.
Frankenstein
Das aufgrund von Subventionskürzungen gestrichene Monteverdi L'incoronazione di Poppea, das René Jacobs dirigieren sollte, wurde sozusagen mit einer wiederentdeckten Partitur von Florian Leopold Gassmann kompensiert. L'opera seria, eine Oper, die sich mit der Oper als Geschäftsbetrieb befasst und besonders auf ein "Opernhaus in Krisenzeiten" anspielt (Königliches Zirkus), ist eine gelungene Anspielung des witzigen Jacobs. Mit Berlioz' Béatrice et Bénédict hofft die Munt in ihr eigenes Theater zurückzukehren, wo die Spielzeit mit einer Auftragskomposition des amerikanischen Komponisten Mark Grey abgeschlossen wird: Frankenstein, basierend auf Mary Shelleys Bestseller. Die Regie liegt in den Händen von Àlex Ollé von La Fura dels Baus, der auch die Opernidee lieferte. Spannung ist garantiert.
Selbstverständlich gibt es wie immer Liedabende (Sally Matthews, Christiane Stotijn, Matthias Goerne und andere) und Konzerte mit dem Sinfonieorchester der Munt. Auch die Mittagskonzerte, die sogenannten Concertini, finden an verschiedenen Orten statt.
Trotz der gekürzte Subvention ist die Spielzeitbroschüre der Munt ein dickleibiges und luxuriös gestaltetes Buch. Die gestrichenen Produktionen sind in einem hellgrauen Ton aufgenommen, so dass deutlich wird, welche Auswirkungen die verringerte Subvention hat.





