Six Grand Concertos Op. 3
La Sfera Armoniosa / Mike Fentross / Lidewij van der Voort
- Label
- Challenge Classics
- Katalognummer
- CC 72911
- EAN / Barcode
- 0608917291124
- Erscheinungsdatum
- 21 September 2022
Das Musiklebens des achtzehnjahrhundertlichen London war stark auf italienische Musik ausgerichtet, wobei Arcangelo Corelli das Paradebeispiel war. Corelli besuchte England nie, aber seine Musik war überall zu hören, zu Hause und auf der Konzertsaalsbühne. Handel und Geminiani, die in einem auf Corellis Werk basierenden Stil komponierten, machten vollständig von diesem „Corellimania" Gebrauch. Kein Wunder also, dass auch ausländische Komponisten, die in England lebten, von der Arbeit der großen Drei inspiriert waren und ihre Erfolgsfornmel fortsetzten. Unter diesen Fortsetzern (was besser klingt als Nachfolger) muss Pieter Hellendaal gezählt werden. Hellendaal wurde 1721 in Rotterdam als Sohn eines Kerzenherstellers geboren. Um 1740 war er eine Weile in Padua, um sich als Violinist und Komponist bei Giuseppe Tartini, Europas berühmtestem Violinlehrer, ausbilden zu lassen. Hellendaal ließ sich dann in Amsterdam nieder, entschied sich aber 1751, nach London zu gehen, vermutlich in der Hoffnung auf größeren Ruhm und Einkommen. Die Londoner Zeit dauerte von 1751 bis 1760. Seine Sechs großen Konzerte wurden 1758 vom Londoner Musikverleger John Walsh herausgegeben. Später wurde Hellendaal in Cambridge 1762 zum Organisten der Kapelle von Pembroke Hall ernannt und würde den Rest seines Lebens, einen Zeitraum von fast vierzig Jahren, in der Stadt verbringen. Er starb 1799 im Alter von 78 Jahren. Die Sechs großen Konzerte von 1758 sind seine einzigen bekannten Werke für Orchester. Die Besonderheit eines solchen „großen Konzerts" – eine Übersetzung des italienischen concerto grosso – ist die Unterscheidung zwischen Solo- und Tutti-Teilen. In Hellendaals Großkonzerten gibt es vier Solisten, zwei Violinisten, einen Altisten und einen Cellisten, die zusammen das Concertino bilden. Hellendaal nahm sicherlich die Arbeiten seiner drei illustren Vorgänger Corelli, Handel und Geminiani als Ausgangspunkt, fügte ihnen aber eine völlig individuelle Interpretation hinzu. Das Ergebnis ist eine Sammlung von sechs Meisterwerken.
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